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Polizeiticker Leipzig Trickbetrüger scheitern an einem 80-jährigen Leipziger
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Trickbetrüger scheitern an einem 80-jährigen Leipziger
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18:01 17.01.2019
Zwei Betrüger wollten an das Geld eines 80-Jähirgen gelangen. Der ältere Mann bemerkte den Schwindel allerdings rechtzeitig. (Symbolbild)
Zwei Betrüger wollten an das Geld eines 80-Jähirgen gelangen. Der ältere Mann bemerkte den Schwindel allerdings rechtzeitig. (Symbolbild) Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Leipzig

Mit einer List wollte sich ein Trickbetrüger-Duo das Geld eines 80-Jährigen erschleichen: Ein falscher Oberhauptkommissar Huber hatte am Mittwoch gegen 8.30 Uhr den älteren Mann angerufen und ihm erklärt, dass gegen ihn ein internationaler Haftbefehl vorliegen würde und er zu weiteren Absprachen einen Herrn Gerdes vom BKA anrufen solle. Laut Polizei wählte der 80-Jährige daraufhin die Nummer und erreichte den vermeintlichen BKA-Beamten. Dieser fragte, ob der Mann Kontakte in die Türkei hätte und bestätigte, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorläge.

Als nächstes wurde der 80-Jährige aufgefordert, eine Schweigeerklärung zu unterschreiben, die ihm per Mail zugesandt werden würde. Nach der Rücksendung würde er dann die eigentliche Anklageschrift erhalten. Kaum hatte der Mann seine Email-Adresse bekannt gegeben, erhielt er das Dokument, das einen Vordruck vom BKA vortäuschen sollte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der ältere Mann bereits bemerkt, dass Trickbetrüger versuchten an sein Geld zu gelangen. Er spielte noch eine Zeit lang mit und ließ sich die falsche Anklageschrift zusenden. Darin wurde ihm eine Vielzahl an schweren Verbrechen unterstellt: Die Bildung einer terroristischen Vereinigung, das Betreiben von Geldwäsche sowie die Verbreitung pornografischer Darstellungen. Er solle zu einem Gerichtstermin im Februar erscheinen und eine Kaution von 22.500 Euro zahlen. Nachdem ihn der falsche BKA-Beamte am Telefon vor die Wahl stellte, ob der 80-Jährige die Kaution zahlt oder in Istanbul vor Gericht erscheint, legte dieser auf und erstattete Anzeige.

Die Polizei weist noch einmal daraufhin, dass dieses Verhalten der Betrüger keinesfalls dem Auftreten von echten Beamten entspreche und diese Verfahrensweise jeglichen Gepflogenheiten der Rechtspflege widerspricht. Fallen Sie auf solche Betrügereien nicht herein und informieren Sie umgehend die Polizei.

Von fbu