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Polizeiticker Leipzig Vergewaltigung im Leipziger Rosental seit fast zwei Jahren nicht aufgeklärt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Vergewaltigung im Leipziger Rosental seit fast zwei Jahren nicht aufgeklärt
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20:03 30.07.2019
Joggerinnen in der Nähe des Zooschaufensters in Leipzig. Zwei Jahren nach der brutalen Tat im Rosental wurde der Täter noch immer nicht gefasst. Quelle: André Kempner
Leipzig

Ein Sommermorgen im Rosental: Spaziergänger sind mit Hunden unterwegs, Mütter schieben ihre Kinderwagen durch den Park, Läufer drehen Runden. Wenig erinnert daran, dass hier vor knapp zwei Jahren eines der grausamsten Verbrechen der jüngeren Zeit in Leipzig passierte, das bis heute nicht aufgeklärt werden konnte.

Eine 69-jährige Joggerin wird am 31. August 2017 gegen 9.20 Uhr in dem weitläufigen Areal zwischen Zoo und Elsterbecken von einem Unbekannten zu Boden gerissen und brutal vergewaltigt. Der Täter schlägt und tritt auf die wehrlose Frau ein. Sie wird lebensbedrohlich verletzt und muss im Krankenhaus notoperiert werden.

Vier Ermittler arbeiten weiter an dem Fall

Am Mittwochabend um 21.15 Uhr beleuchtet der MDR den Fall in der Reihe „Spur der Täter“ – denn der Vergewaltiger aus dem Rosental konnte bislang nicht gefasst werden. „Es werden weiterhin Ermittlungsansätze verfolgt und Quervergleiche getroffen“, betont zwar Polizeisprecher Andreas Loepki auf Anfrage von LVZ.de. Vier Ermittler der Kripo seien noch immer „dauerhaft mit dem Fall betraut“. Allerdings gingen die eingehenden Hinweise aus der Bevölkerung in den letzten Monaten seinen Angaben zufolge „gegen Null“. Den Beamten fehlt eine heiße Spur.

Die 30-minütige MDR-Reportage, moderiert von Peter Escher, begibt sich nach Angaben des Senders auf eine Spurensuche. Da die Polizei aufgrund der Täterbeschreibung – südländischer Typ, 25 bis 35 Jahre alt, dunkle Haare und kurzer, dunkler Bart – von einem Migrationshintergrund ausgeht, wird insbesondere das Verhältnis zwischen Gewalt und Sexualität bei von Zuwanderern begangenen Taten thematisiert. Zu Wort kommen dazu unter anderem die beiden Kriminologen Rudolf Egg und Bettina Götze.

MDR recherchierte in Flüchtlings-Community

Beleuchtet wird auch die Wahrnehmung des Falls in der Flüchtlings-Community. Mit Hilfe des syrischen Journalisten Tarek Khello haben die Macher der Reportage einen kurzen Film über die Tat für die sozialen Netzwerke angefertigt, der arabisch untertitelt wurde und rund 20.000 Onlinenutzer erreichte. Ziel war es, Hinweise aus dieser Bevölkerungsgruppe zu erhalten. Über die Ergebnisse wird in „Spur der Täter“ ebenso berichtet wie über das Phänomen der Gerontophilie, das sexuelle Interesse an älteren Menschen, das als mögliches Motiv für die Tat in Frage kommt.

„Spur der Täter“ läuft am Mittwoch, dem 31. Juli 2019, um 21.15 Uhr im MDR.

Von nöß

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