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Polizeiticker Leipzig Versuchte Vergewaltigung in Leipziger Asylheim – Gericht verhängt 17 Monate Haft
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Versuchte Vergewaltigung in Leipziger Asylheim – Gericht verhängt 17 Monate Haft
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20:00 01.02.2017
Ein Fall für das Leipziger Amtsgericht: die versuchte Vergewaltigung einer Sicherheitsmitarbeiterin in einer Flüchtlingsunterkunft.   Quelle: André Kempner
Leipzig

 Er hat eine Polizistin getreten und versucht, in einer Leipziger Flüchtlingsunterkunft eine Sicherheitsmitarbeiterin zu vergewaltigen. Daran gibt es nach Ansicht des Amtsgerichtes Leipzig keinen Zweifel. Es verurteilte Mahdi O. am Mittwoch zu 17 Monaten Haft – ohne Bewährung. Dem 35-jährigen Asylbewerber aus Tunesien könne „keine positive Kriminalprognose“ bescheinigt werden, sagte die Vorsitzende Richterin Ines Walther. „Sie haben Ende 2014 in Deutschland um Schutz nachgesucht. Und diesen Schutz sofort genutzt, um Straftaten zu begehen. Sie haben das Gastrecht erheblich missbraucht“, sprach die Richterin den Angeklagten direkt an. Und nahm damit Bezug auf seine Äußerung unmittelbar vor der Urteilsverkündung: „Bitte machen Sie mein Leben nicht kaputt.“ Dafür sorgt der 35-Jährige – wie sein Vorstrafenregister belegt – allerdings selbst. Mahdi O. ist bereits mehrfach wegen Diebstahls, Körperverletzung und Widerstandes gegen Beamte schuldig gesprochen worden. Ein weiteres erst im November 2016 gegen ihn verhängtes Urteil – zwei Jahre und drei Monate Haft unter anderem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz – ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hat Berufung eingelegt.

Sein Verteidiger Tom Hanke hielt am Mittwoch auch die aktuellen Anklagevorwürfe für nicht erwiesen. „Er hat die Polizeibeamtin weder geschlagen noch getreten“, sagte der Anwalt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ihre Verletzungen bei einer anderen Situation entstanden seien. Nach Schilderung der betroffenen Polizistin waren jedoch Abschürfungen, Hämatom und Prellung an ihrem rechten Schienbein die Folgen eines kräftigen Trittes des Angeklagten. Die Polizei war wegen einer Schlägerei am 20. August 2015 zum Hauptbahnhof ausgerückt. Mit Kollegen hatte die 32-Jährige daraufhin flüchtende Personen verfolgt und den Angeklagten in der Westhalle des Bahnhofs zu fassen bekommen. „Er war sehr aggressiv, ungehalten und hat sich nicht beruhigt“, so die Beamtin vor Gericht. Seinem Schlag mit der Hand habe sie noch ausweichen können, seinem Tritt allerdings nicht. Mit Hilfe eines Kollegen habe Mahdi O. schließlich überwältigt werden können. Laut einem Alkomattest hatte er 1,2 Promille intus.

Auch am 12. September 2015 stand der Angeklagte nach Einschätzung der betroffenen 29 Jahre alten Sicherheitsmitarbeiterin in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in der Riebeckstraße unter Alkoholeinfluss. Weil er seinen Schlüssel verloren habe, sollte sie ihm das Zimmer aufschließen. Laut Staatsanwaltschaft packte er dann die 29-Jährige und drückte ihren Kopf an seine Genitalien. Sie empfand Angst und Ekel, schilderte die Frau, die inzwischen dort – geplant – nicht mehr tätig ist. „Der Angeklagte hat die Frau auf besondere Weise erniedrigt. Seine Absicht war ein erzwungener Oralverkehr“, so die Richterin. Die Mitarbeiterin hatte sich erfolgreich gewehrt.

Staatsanwältin Sylvia Schütze plädierte auf ein Jahr und neun Monate Haft; der Verteidiger auf Freispruch. Der Antrag des Angeklagten auf Asyl wurde inzwischen abgelehnt. Eine Ausreise-Aufforderung sei noch nicht ergangen, hieß es. Mahdi O. sitzt derzeit im Gefängnis.

Von Sabine Kreuz

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