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Polizeiticker Leipzig Verteidiger fordern Freispruch für „Höllenengel“
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Verteidiger fordern Freispruch für „Höllenengel“
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15:01 28.05.2019
Nächste Woche könnte das Urteil gegen die vier angeklagten Hells Angels verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlichen Mord vor. Quelle: Kempner
Leipzig

Im Prozess um den Rockermord in der Leipziger Eisenbahnstraße soll einer der Angeklagten auf freien Fuß kommen. Die Verteidiger des Hells-Angels-Mitglieds Frank M. (47) forderten am Dienstag einen Freispruch für ihren Mandanten. Der Mitangeklagte Ferenc B. (42) soll seinen Anwälten zufolge allenfalls wegen Körperverletzung verurteilt werden.

Die beiden „Höllenengel“ sind wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt – ebenso wie der mutmaßliche Todesschütze Stefan S. (33) und der Ex-Chef des inzwischen aufgelösten Leipziger Hells-Angels-Ablegers, Marcus M. (36). Für Stefan S. hatten die Verteidiger am Montag eine Haftstrafe von sieben Jahre wegen Totschlags und zweifachen versuchten Totschlags gefordert, allerdings auch Notwehr geltend gemacht. Rocker-Boss Marcus M. soll nach Forderung seines Rechtsbeistands zu maximal dreieinhalb Jahren Haft wegen schweren Landfriedensbruchs verurteilt werden.

Ein Toter, zwei Schwerverletzte

Die Staatsanwaltschaft hatte für alle vier Männer lebenslange Haft gefordert. Nach Auffassung der Anklagebehörde feuerte Stefan S. am 25. Juni 2016 gegen 15.35 Uhr in der Eisenbahnstraße mit einer Pistole sieben Mal auf die Gruppe der verfeindeten United Tribunes (UT). Ein Türke (27) starb, zwei weitere UT-Mitglieder wurden lebensbedrohlich verletzt.

Am 4. Juni soll der Prozess fortgesetzt werden, dann könnte auch ein Urteil verkündet werden.

Von Frank Döring

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