Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Wollte ein Leipziger eine Zehnjährige für Porno-Aufnahmen kaufen?
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Wollte ein Leipziger eine Zehnjährige für Porno-Aufnahmen kaufen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:22 15.10.2019
Angeklagter Ingo B. zum Prozessauftakt am Landgericht. Sein Anwalt Tommy Kujus (links) ließ wegen der befürchteten „Prangerwirkung“ die Öffentlichkeit ausschließen. Quelle: Kempner
Leipzig

Hat ein Leipziger versucht, sich ein zehnjähriges Mädchen zu kaufen, um es zu missbrauchen? Diese brisante Frage versucht die 5. Strafkammer des Landgerichts seit Montag aufzuklären. Der Anklagevorwurf lautet Sichbereiterklären zum schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes. Auf Antrag der Verteidigung wurde für den gesamten Prozess die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Seine Tochter für pornographische Inhalte angeboten

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Leipzig soll Ingo B. (47) Kontakt zu einem Mann aus Berlin aufgenommen haben, der seine Tochter für pornografische Aufnahmen angeboten hatte. Gerichtsangaben zufolge sei bereits ein erster Fototermin mit dem Vater der Zehnjährigen vereinbart worden.

80 Euro sollte der ledige Verwaltungswirt demnach dafür bezahlen. Zudem habe Ingo B. laut der Anklageschrift einen zweiten Mann einbezogen, der wiederum an ihn 100 Euro gezahlt haben soll, um bei dem Missbrauch des Mädchens dabei sein zu können.

Unfall verhindert Tat

Doch der Plan wurde nach Aktenlage nie in die Tat umgesetzt, weil der Angeklagte, bei dem Ermittler auch Dateien mit kinderpornografischem Inhalt fanden, einen Unfall hatte und es auch danach nicht mehr geklappt haben soll.

Weitere Details des Verfahrens wurden zunächst nicht bekannt. Denn noch bevor Staatsanwältin Jana Kalex am Montag die Anklage verlas, schloss die 5. Strafkammer die Öffentlichkeit vom gesamten Prozess aus.

Prangerwirkung eines solchen Prozesses

Beantragt hatte dies Verteidiger Tommy Kujus, der „schutzwürdige Interessen“ seines Mandanten gefährdet sah. Der Angeklagte sei nicht bereit, in einer öffentlichen Verhandlung Angaben zu machen. Aufgrund der Prangerwirkung eines solchen Prozesses sei Ingo B. „besonders schutzbedürftig“.

Das Gericht hat für das Verfahren noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Dafür wurde auch ein psychiatrischer Sachverständiger beauftragt. Ein Urteil ist für den 21. Oktober geplant.

Von Frank Döring

Im Leipziger Stadtteil Paunsdorf ist am Sonntagabend ein Auto in Flammen aufgegangen. Zuvor wurden mehrere Personen an dem Fahrzeug gesehen, an dem gestohlene Kennzeichen angebracht waren.

14.10.2019

Mit mehr als 3,50 Promille Alkohol im Blut hat ein Pärchen am Sonntag versucht, einen Campingkocher in einer Markkleeberger Wohnung in Gang zu bringen. Es kam zu einem Feuer, bei dem sieben Menschen verletzt wurden.

14.10.2019

Zum wiederholten Mal innerhalb weniger Tage brennt ein Bagger auf einer Baustelle in Leipzig. Das LKA hat die Ermittlungen übernommen und schließt ein politisches Motiv nicht aus. Die Bebauung des Areals wurde zuletzt als „Gentrifizierung“ kritisiert. Die Polizei mahnt Baufirmen derzeit zu erhöhter Vorsicht.

14.10.2019