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Stadtpolitik CDU-Duell im Wahlkreis Leipzig-West
Leipzig Stadtpolitik CDU-Duell im Wahlkreis Leipzig-West
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13:01 09.11.2018
Die CDU Leipzig – hier ein Bild vom Kreisparteitag im September – nominiert am Sonnabend ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl 2019. Quelle: André Kempner
Leipzig

Nach aktuellem Stand werden sich im Wahlkreis Leipzig-West (Wahlkreis 30) zwei Kandidaten um das CDU-Direktmandat für die Landtagswahl im kommenden Jahr bewerben. Beim Nominierungsparteitag am Sonnabend wollen sowohl Cornelia Blattner als auch Michael Weickert antreten. Das wurde bei einer Informationsveranstaltung in dieser Woche deutlich: Bei dem Ortsvereinstreffen hatten sich Blattner und Weickert vorgestellt. Nach Darstellung von Teilnehmern verlief die Sitzung in einer sehr sachlichen und konstruktiven Atmosphäre; sie führte aber nicht dazu, dass sich einer der beiden Bewerber zurückzieht. So kommt also nicht nur auf höchster politischer Ebene im Bund mehr innerparteiliche Demokratie zum Zuge, wenn die CDU kommenden Monat ihre oder ihren neuen Vorsitzenden wählt. Hintergrund: Blattner war ursprünglich für den Wahlkreis 31 (Mitte) vorgesehen. Weil dort aber überraschend der Kreisvorsitzende Robert Clemen antreten wird, war die Landtagsabgeordnete dort quasi ausgebootet worden.

Weickerts Schwerpunkte: Bildung und Sicherheit

Weickert erklärte im Anschluss an das Ortsvereinstreffen, er sehe seine Schwerpunkte bei der Bildungspolitik und bei der inneren Sicherheit. Bei der Bildung würden sich Freistaat und Kommune allzu oft den Schwarzen Peter zuschieben. Er sehe seine Aufgabe als Abgeordneter darin, hier zu moderieren; und er wolle seine kommunalpolitische Erfahrung einbringen. „Für mich muss Ziel der Politik sein, die Polizeipräsenz deutlich zu erhöhen.“ Die Polizei müsse in der Lage sein, mehr Streife zu fahren und zu gehen. Das sei eine Aufgabe für mindestens eine Legislatur.

Blattners Schwerpunkte: Gesundheit und Wirtschaft

Blattner sieht ihre Schwerpunkte im Gesundheitsbereich und in der Wirtschaft. Es gehe darum, Krankenhausgesellschaften, Krankenkassen und niedergelassene Ärzte zusammenzubringen und die elektronische Patientenakte einzuführen. In erster Linie müsse die medizinische Versorgung gesichert werden. Bei allen guten Initiativen im Start-up-Bereich dürfe man die Handwerksbetriebe und den Mittelstand nicht aus dem Blick verlieren; diese bräuchten Stabilität. Zentrales Thema hier: die Unternehmensnachfolge. „Bei allen Themen müssen wir die Digitalisierung voranbringen und dabei vor allem die älteren Menschen mitnehmen“, so Blattner.

Von Björn Meine

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