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Stadtpolitik Debatte um Leipziger Nahverkehrsplan ist erneut verschoben
Leipzig Stadtpolitik Debatte um Leipziger Nahverkehrsplan ist erneut verschoben
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12:31 10.12.2019
Wie entwickelt sich der öffentliche Personennahverkehr in Leipzig? Die Debatte im Stadtrat ist auf den 18. Dezember verschoben. Quelle: André Kempner
Leipzig

Die Debatte im Stadtrat über den Nahverkehrsplan ist auf den 18. Dezember verschoben. Grund sind die vielen Korrekturwünsche. Der Entwurf liegt seit Oktober 2018 vor. Ziel ist es, die Fahrgastzahlen zunächst von aktuell 156 Millionen auf 185 Millionen pro Jahr bis 2024 zu steigern.

So sollen auf allen Straßenbahnlinien und auf radialen Hauptbuslinien in der Haupt- und Normalverkehrszeit sowie sonnabends tagsüber mindestens sechs Fahrten pro Stunde verkehren (also in der Regel im Zehn-Minuten-Takt). Gleichzeitig müssen viele Straßenbahnstrecken leistungsfähiger gemacht werden, insbesondere für den Einsatz von 2,40 Meter breiten Fahrzeugen. Zum Thema Nahverkehrsplan wurden inzwischen 37 Änderungsanträge eingereicht, mit denen Fraktionen, Ortschaftsräte, aber auch einzelne Stadträte Änderungen an dem Papier vornehmen wollen. Deshalb ist das Thema erneut von der Tagesordnung des Stadtrates geflogen, der sich am 11. Dezember ab 14 Uhr im Neuen Rathaus trifft.

Umweltbund wirbt für 365-Euro-Ticket

Auch der Umweltbund Ökolöwe fordert Korrekturen. So sei die Einführung des 365-Euro-Jahrestickets nach dem Wiener Modell in dem Strategiepapier bisher überhaupt noch nicht eingeplant. Der Stadtrat hat dafür zunächst einen Prüfauftrag erteilt. „Über 20.000 Leipziger haben bereits für das 365-Euro-Jahresticket unterschrieben und richten damit ein deutliches Signal an den Stadtrat. Das 365-Euro-Jahresticket muss mit in den Nahverkehrsplan“, sagt Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher des Ökolöwen. Kurzfristig müsse ein neues Busnetz 2020 festgeschrieben werden, damit Leipziger bessere Querverbindungen zwischen den Stadtvierteln bekommen. Mit der Planung neuer Straßenbahnstrecken – etwa über den Schleußiger Weg oder zum Cospudener See – soll umgehend begonnen werden, so eine weitere Forderung.

Das steht auf der Tagesordnung

Die Tagesordnung für diesen Mittwoch ist erneut proppenvoll. Themen sind unter anderem die Fallbegrenzung von Vormundschaften im Jugendamt, die Radverbindung Alt-West/Lindenau–Innenstadt, die Sanierung von zwei Schulgebäuden An der Kotsche, die energetische Sanierung der Nordfassade des Gewandhauses und die Jahresabschlüsse verschiedener städtischer Betriebe. Bei den Einwohneranfragen geht es unter anderem um den im Oktober vom Stadtrat ausgerufenen Klimanotstand, das Parken im Waldstraßenviertel sowie das geplante Gaskraftwerk in Leipzig.

Von Mathias Orbeck

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