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Stadtpolitik Leipzig baut Netz für Carsharing & Co. aus - abgespeckte Varianten
Leipzig Stadtpolitik Leipzig baut Netz für Carsharing & Co. aus - abgespeckte Varianten
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18:58 18.01.2017
Eine Mobilitätsstation in Leipzig. Die Stadt will Carsharing und Co. ausbauen. (Archivbild) Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Leipzig will sein Netz an Mobilitätsstationen ausbauen. Aus Kostengründen wird es aber nicht überall das Komplettangebot von Carsharing, Fahrradleihe, Elektroauto-Ladesäulen und digitales Bediensystem geben. Das sagte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) am Mittwoch im Stadtrat.

26 Mobilitätsstationen wurden laut Leipziger Verkehrsbetriebe bereits im Stadtgebiet aufgebaut, alle an zentralen Haltepunkten von Bus und Bahn. Damit soll der Wechsel zwischen verschiedenen Fortbewegungsmitteln in Leipzig so einfach wie möglich werden. Doch die Stationen gelten als Sondernutzung im Straßenraum, brauchen Platz und schlagen mit Betriebskosten zu Buche.

Deshalb ist nun zum Beispiel in der Könneritzstraße, die in den vergangenen Jahren aufwändig saniert wurde, eine abgespeckte Version im Kreuzungsbereich Industrie- und Holbeinstraße geplant. Dort finde man nur zwei Komponenten, zum Beispiel Mietautos und -Fahrräder, und eine kleine Stele ohne digitale Bedienoberfläche. In der Könneritzstraße sei die bauliche Vorbereitung auch schon abgeschlossen, so Dubrau.

In Lindenau und Plagwitz sowie Reudnitz und Stötteritz seien weitere Stationen dieses Typs geplant. Die Vorbereitungen dafür seien aber noch in der Planung. Das Mobilitätsstationen-Netz soll außerdem durch einfache "Mobilpunkte" ergänzt werden, die lediglich einen Service anbieten und auch nicht unbedingt an ÖPNV-Haltestellen liegen müssen, so Dubrau weiter.

Zur Nutzung der Elektro-Ladesäulen zog die Kommune eine positive Bilanz. Die Nutzung sei im vergangenen Jahr von 322 Ladevorgängen im August auf 740 im Dezember gestiegen. Man erwarte 2017 im Durchschnitt monatlich 600 Stopps an den Ladesäulen. Problematisch sei allerdings nach wie vor, dass die Stellplätze immer wieder unberechtigt zugeparkt würden, so Dubrau. Das gelte auch für Carsharing-Plätze

Evelyn ter Vehn

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