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Stadtpolitik Leipziger Stadtrat debattiert über 20 WC-Anlagen
Leipzig Stadtpolitik Leipziger Stadtrat debattiert über 20 WC-Anlagen
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10:13 14.05.2019
Die Stadt will ab 1. Juli 2019 einen neuen Vertrag über das Betreiben von 20 WC-Anlagen auf städtischem Areal abschließen. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Wohin, wenn die Blase drückt? Leipziger und auch Ortsfremde haben es oft schwer, öffentlich zugängliche Toiletten für ihr dringendes Bedürfnis zu finden. Der Stadtrat nimmt sich am Mittwoch des Themas an. So steht ein Vertrag mit der RBL Media GmbH zur Debatte, die ab 1. Juli 2019 über eine Laufzeit von 15 Jahren WC-Anlagen auf öffentlichen Flächen betreiben soll.

Hintergrund: Derzeit stehen im gesamten Stadt 18 WC-Anlagen auf öffentlichen Flächen bereit, die von der Wall GmbH errichtet und bewirtschaftet wurden. Der Vertrag endet am 30. Juni 2019. Weitere Anlagen – wie jene in der S-Bahn-Haltestelle Markt – sind davon nicht berührt. Wie es heißt, werden einige Anlagen wie in der Windmühlenstraße oder am Rabensteinplatz hauptsächlich durch Fahrer der Leipziger Verkehrsbetriebe genutzt. Die sollen nicht mehr öffentlich zugänglich sein, die LVB soll sich selbst um eine Lösung kümmern.

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Die Stadt wird mit dem neuen Partner einen Vertrag über 20 WC-Anlagenstandorte abschließen. Dabei kommen etliche neue Standorte hinzu. Etwa auf dem Lindenauer Markt und am Hauptbahnhof sowie auf allen öffentlich gewidmeten Park&Ride-Plätzen. Weil der Bedarf an WC-Anlagen weitaus höher ist, sollen Standorte wie Coppiplatz, Südplatz und Thomaskirchof zumindest geprüft werden, um das Angebot perspektivisch auszuweiten. Geplant sind zudem neue Standorte in den Parks wie am Duft- und Tastgarten, im Richard-Wagner-Hain, Johannapark, Artur-Bretschneider-Park und Palmengarten. Details über die Modelle und Ausstattung werden intern behandelt – gelten als Betriebsgeheimnis.

Debatte über 365-Euro-Ticket

Bei der vermutlich letzten Tagung des Stadtrates vor der Kommunalwahl – bei der proppenvollen Tagesordnung ist eine Fortsetzung am 22. Mai nicht ausgeschlossen – geht es auch um den Antrag der Linken und der SPD, die Einführung eines 365-Euro-Tickets zu prüfen. Wie berichtet, möchten beide durchsetzen, bis Jahresende ein Konzept vorzulegen, das Tickets ab Januar 2021 einzuführen.

Weitere Themen sind unter anderem: der Bau des Ambulanzgebäudes am Klinikum St. Georg, die Sanierung des Gymnasiums Mannheimer Straße, die Eigentümerziele für verschiedene Kulturbetriebe sowie die Aufstellung von sozialen Erhaltungssatzungen. 30 Anträge aus den Fraktionen stehen zur Debatte – darunter die Musikschul-Honorarordnung (Grüne), ein Lobbyregister (Freibeuter) und Sanierung der Ratskeller in Schönefeld und Wahren (CDU, SPD).

Beginn ist um 14 Uhr im Neuen Rathaus.

Von Mathias Orbeck