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Stadtpolitik Leipzigs OBM Jung soll Präsident des Deutschen Städtetags werden
Leipzig Stadtpolitik Leipzigs OBM Jung soll Präsident des Deutschen Städtetags werden
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13:58 17.05.2019
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung soll Präsident des Deutschen Städtetags werden. Quelle: Arno Burgi/dpa
Leipzig

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ist im Gespräch für das Präsidentenamt beim Deutschen Städtetag. Dies bestätigte Leipzigs Stadtoberhaupt am Freitagmorgen. "Ein wirkliche Ehre für Leipzig und mich", schrieb Jung auf seiner Facebook-Seite. In einem Audio-Statement, das die Pressestelle des Rathauses verschickte (siehe Wortlaut unten), sagte Jung: "Dass uns Leipzigern das zugetraut wird, heißt auch: Wir sind angekommen in der Bundesliga der deutschen Städte." 

Wie die LVZ am Donnerstag vorab erfuhr, könnte Jung auf der Hauptversammlung im Juni zum Nachfolger des derzeitigen Präsidenten und Münsteraner Oberbürgermeisters Markus Lewe (CDU) gewählt werden. Der Hauptversammlung voran gehen noch mehrere Gremiensitzungen; die Gruppe der SPD-Stadtchefs hat das Vorschlagsrecht für den Präsidentenposten. Das Rathaus wollte die Informationen über eine mögliche Kandidatur Jungs zunächst nicht kommentieren, der Deutsche Städtetag ebenfalls nicht. Das Präsidentenamt ist eine ehrenamtliche Funktion. Jung sitzt bereits im Präsidium des Städtetags. 

Das Statement von OBM Jung

In einem Audio-Statement äußerte sich Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zu seiner Nominierung. LVZ.de dokumentiert dieses hier im Wortlaut:

"Für dieses Amt des Deutschen Städtetags als Präsident nominiert zu werden, ist eine große Ehre für mich persönlich, aber auch für die Stadt Leipzig. Es ist ein Ehrenamt und auf zwei Jahre befristet. Dass uns Leipzigern das zugetraut wird, heißt auch: Wir sind angekommen in der Bundesliga der deutschen Städte. Erstmals soll eine ostdeutsche Stadt die Präsidentschaft des Deutschen Städtetags übernehmen. Leipzig hat sich in den vergangenen zehn Jahren hervorragend entwickelt. Wir sind angekommen in Deutschland insgesamt. Ja, vielleicht sind wir die erste gesamtdeutsche Stadt in diesem Land. Wie alle großen Städte stehen auch wir vor den großen Herausforderungen Verkehr, Wohnen, Demografie. Und an der Spitze des Deutschen Städtetags ist man die Stimme der Städte im Kanzleramt und kann die Interessen der Städte vertreten. Am Ende profitieren alle Städte davon, auch Leipzig."

Weitere OBM-Kandidatur 2020?

Durch die Kandidatur verdichten sich auch die Zeichen auf eine erneute Bewerbung Jungs für das Amt des Oberbürgermeisters bei den Wahlen Anfang 2020. Nach LVZ-Informationen will sich Jung beim Hoffest der SPD am Freitagabend dazu äußern. Zuletzt hatte der 61-Jährige die Frage zu seiner Zukunft offen gelassen und angekündigt, sich frühestens im Sommer entscheiden zu wollen. 

Im vergangenen Jahr wollte Jung Chef des Ostdeutschen Sparkassenverbands werden, war aber nach Gerangel um den lukrativen Posten durchgefallen. Der Westfale, der seit 2006 Rathauschef in Leipzig ist, geht mit Blick auf die Städtetags-Präsidentschaft auch ein kleines Wagnis ein: Verliert er die OBM-Wahl, kann er auch nicht mehr Präsident des Städtetages sein. 

Von bm/nöß

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