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Stadtpolitik Linke wollen preiswerte Tickets und Wohnungen
Leipzig Stadtpolitik Linke wollen preiswerte Tickets und Wohnungen
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07:01 18.04.2019
Leipzigs Linke machen Wahlkampf in Grünau – am Mittwoch am Rewe in der Grünauer Allee. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Vor allem der Nahverkehr steht auf der Agenda, mit der Leipzigs Linke bei der Stadtratswahl am 26. Mai punkten wollen. „Wir haben in den letzten fünf Jahren fünf Versuche unternommen, die Preisspirale auszusetzen“, erinnert Fraktionschef und Bundestagsabgeordneter Sören Pellmann beim Wahlkampfauftakt in der Grünauer Allee. Wie berichtet ,war der letzte Versuch erfolgreich – durch Zuschüsse aus der Stadtkasse konnten die Preise konstant gehalten werden. Auch für ein Bürgerticket wollen die Linken weiter kämpfen. Dieses könne auch das jetzt diskutierte 365-Euro-Jahresticket werden, meint Pellmann, weil Leipziger damit für einen Euro am Tag unterwegs wären. „Aber wir wollen auch, dass dann alle Leipziger unter 18 Jahren kostenfrei mit dem Nahverkehr fahren können.“ Dies sei aber nur mit Unterstützung von Bund und Land machbar.

Pellmann: Enteignungen derzeit kein Thema

Auch der soziale Wohnungsbau soll forciert werden – vor allem mit Hilfe der stadteigenen Wohnungsgesellschaft LWB und der Genossenschaften. Diese sollen durch Zuschüsse in die Lage versetzt werden, Neubauwohnungen günstiger anzubieten. „Enteignungen sind im Augenblick in Leipzig noch kein Thema“, so Pellmann. Denn es gebe kaum Vermieter, die Wohnungen bewusst leer stehen lassen, um das Mietniveau nach oben zu treiben. „Aber wenn sich etwas verändert, muss gehandelt werden.“

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Kampf um Schulsozialarbeiter

Durchsetzen wollen die Linken auch, dass jede Schule mindestens einen Schulsozialarbeiter erhält. „Außerdem brauchen wir mehr Erzieher“, so Pellmann. Leipzig müsse dafür deutlich mehr tun.

Von Andreas Tappert