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Stadtpolitik Probleme beim Kita-Bau: Betreuungsplätze in Leipzig weiter knapp
Leipzig Stadtpolitik Probleme beim Kita-Bau: Betreuungsplätze in Leipzig weiter knapp
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17:42 08.03.2017
Beim Kita-Neubau in Leipzig gibt es Probleme. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Der Bau neuer Kindertagesstätten stellt Leipzig vor Probleme: Das Interesse privater Investoren lasse derzeit nach, außerdem fehlten geeignete Grundstücke, so Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) am Mittwoch im Stadtrat. Die Linksfraktion hatte Defizite bei der Kitaplatz-Versorgung angemahnt und angefragt, wie die Verwaltung ausreichend Plätze bereitstellen will.

Laut Internet-Elternportal Kivan (Kindertagesstättenverwaltungsanwendung) seien derzeit 1170 Leipziger Kinder ohne Betreuungsplatz, so Fabian. In sieben von zehn Leipziger Stadtbezirken gebe es aktuell Engpässe, schilderte er. Nur der Norden der Stadt ist davon ausgenommen. Gleichzeitig hält der Sozialbürgermeister die Zahl der geschaffenen Kita-Plätze für ausreichend, um den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Kitaplatz für den Nachwuchs zu sichern.

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So gebe es 7913 Krippenplätze, 21.213 Kindergartenplätze und 3301 Betreuungsplätze in der Kindertagespflege. Die Bedarfsplanung der Stadt sei realistisch, so Faber. Die Stadt setzte trotz des aktuell nachlassenden Interesses auch künftig auf das Modell Kita-Bau durch privaten Investor und freie Träger als Betreiber. "Das Modell hat sich bewährt", sagte er. Die Stadt selbst wolle durch Erweiterungsmaßnahmen bei bestehenden Kitas zusätzliche Plätze schaffen.

Dem Einwurf der Linksfraktion, dass neue Kitas mitunter selbst nach zwölf oder 18 Monaten nicht voll belegt seien, Kapazitäten also gar nicht ausgeschöpft werden, entgegnete Fabian: "Organisatorisch ist es den Kitas oft gar nicht möglich, Vertrag an Vertrag zu reihen." Auch aus pädagogischen Gründen sei es offenbar nicht immer möglich, die Einrichtungen ständig voll zu belegen.

Betreuungsbedarf besteht auch für den Nachwuchs geflüchteten Familien. Laut Sozialbürgermeister leben in dieser Gruppe aktuell mehr als 1500 Kinder unter sechs Jahren in der Stadt.

Evelyn ter Vehn