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Stadtpolitik Roter Stern Leipzig übergibt 4500 Unterschriften für Pacht-Projekt Teichstraße
Leipzig Stadtpolitik Roter Stern Leipzig übergibt 4500 Unterschriften für Pacht-Projekt Teichstraße
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18:37 18.01.2017
Der Rote Stern Leipzig hat eine Petitionfür die Pacht des Sportgeländes Teichstraße in Leipzig-Connewitz im Stadtrat übergeben. Quelle: Evelyn ter Vehn
Leipzig

Der Sportverein Roter Stern Leipzig (RSL) macht sich stark für die Pacht des Sportgeländes Teichstraße in Leipzig-Connewitz. Am Mittwoch übergab Jugendleiter Elias Borchert (31) am Rande der Ratsversammlung eine dicke Unterschriftenliste an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Die Bewerbung um die Pacht laufe ebenfalls bereits, versicherte Borchert dem Stadtoberhaupt. Bis Ende Februar können gemeinnützige Sportvereine bei der Stadt Interesse anmelden. Nicht einfach: Die Anlage ist derzeit in desolatem Zustand.

Über die Online-Petition auf dem Portal change.org konnte der Rote Stern Leipzig rund 3300 Unterstützer für das Vorhaben Teichstraße gewinnen. "Wir haben auch Listen ausgelegt, so dass wir bis heute rund 4500 Stimmen gesammelt haben", so RSL-Geschäftsführer Adam Bednarsky, der auch Abgeordneter der Linksfraktion ist, gegenüber LVZ.de.

Die starke Verankerung des Clubs in Connewitz sieht der Verein als Trumpf im Wettbewerb um den Pachtvertrag. "Wir haben jetzt 1100 Mitglieder, sind in letzter Zeit um mehr als 300 gewachsen", so Bednarsky. Mit einer festen Jugendleitung und der Anhebung der Mitgliedsbeiträge stelle sich der Kiezclub schon jetzt strukturell auf den anhaltenden Zulauf ein.

Längst ist der Rote Stern nicht mehr einfach ein Fußballclub. Handball, Volleyball oder Radsport gehören zu den Angeboten. Gleichzeitig habe der Verein in den vergangenen Jahren schon gezeigt, dass er in der Lage sei, anspruchsvolle Projekte zu stemmen: "Seit 2009 haben wir die Sportanlagen an der Goethestraße für 1,4 Millionen Euro ertüchtigt", so Bednarsky.

Stadt fordert Entwicklungskonzept

Die Stadt erwartet ein Entwicklungskonzept für die Teichstraße, gestaffelt für die kommenden Jahre. Das Nutzungs- und Ausbaukonzept gehört zu den Voraussetzungen für Bewerber um das Gelände. Die Pacht soll einen Euro pro Jahr betragen, über das "Sportprogramm 2024" schreibt die Kommune außerdem die Förderpriorität für die Teichstraße mit ihrer denkmalgeschützten Sporthalle fest.

Bis Ende 2016 hat der Azubi e.V. die Anlage betrieben. Der Verein kündigte nach einem Streit mit der Stadt über die Fördermöglichkeiten und die Beseitigung des Sanierungsstaus Ende 2016 den Pachtvertrag und löste sich auf.

Roter Stern: Wollen sofort anfangen

Am Dienstag konnten sich die Verantwortlichen des RSL bei einem Rundgang durch das Gelände und die Sportstätten Teichstraße einen Eindruck vom Zustand der Anlage verschaffen. Um alles wieder herzurichten, seien in den kommenden Jahren fünf bis sieben Millionen Euro nötig, so die Schätzung der Roter-Stern-Leute. Wenn alle Fördermöglichkeiten genutzt werden, könne der Verein auch den nötigen Eigenanteil aufbringen, ist Bednarsky zuversichtlich.

Nach 90 Minuten in Gebäuden und auf dem Areal Teichstraße beschreiben die Vereinsmitglieder auf der Webseite kiezclub.com ihren Eindruck nun so: Erster Gedanke: „Hier is olles tot nach dor Wende!“ Zweiter Gedanke: „Sofort anfangen wollen!“ Ab 1. April soll es nach den Vorstellungen der Stadt wieder "Sport frei" auf der Anlage heißen.

Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2016 (Datum: Eingang im Amt für Sport). Eventuelle Rückfragen und Anfragen zur Objektbesichtigung können schriftlich an das Amt für Sport (Stadt Leipzig, Amt für Sport, 04092 Leipzig oder sportamt@leipzig.de) gerichtet werden.

Evelyn ter Vehn

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