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Stadtpolitik Unverdiente Aufmerksamkeit – ein Kommentar zur Poggenburg-Demo in Leipzig
Leipzig Stadtpolitik Unverdiente Aufmerksamkeit – ein Kommentar zur Poggenburg-Demo in Leipzig
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10:18 17.07.2019
André Poggenburg bei seiner Kundgebung am 5. Juli auf dem Leipziger Simsonplatz. Gut 25 Teilnehmer waren zu der Veranstaltung gekommen. Deutlich mehr Gegendemonstranten waren in Sicht- und Rufweite zugegen. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Es gibt zwei Szenarien des Umgangs damit, dass André Poggenburg in Connewitz auftauchen darf: Ihn und seine bislang überschaubare Gefolgschaft komplett zu ignorieren, wäre die kluge Variante. Die wahrscheinlichere ist eine andere: Eskalation. Genau die will der rechtsextreme Poggenburg provozieren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass am Mittwoch in Leipzigs Süden Autonome Steine werfen, Autos oder Mülltonnen abfackeln und andererseits polizeiliche Sicherungen durchbrennen, ist nicht gering. Genau das böte den Rechtsextremen aber die gern genutzte Möglichkeit, linke Chaoten als die wahren Feinde der Demokratie darzustellen und sich selbst als konsequente Aufräumer zu gerieren.

Dreimal untersagte das Ordnungsamt Poggenburgs Patrioten den Zugang zur linksalternativen Hochburg, nun dürfen sie auf einmal doch. Dass sich die Stadt über die Gründe für die Kehrtwende ausschweigt, ist – gelinde formuliert – nicht gerade vertrauensfördernd. Bleibt es dabei, bekommen ein paar in der politischen Landschaft völlig bedeutungslose Rechtspopulisten eine Bühne und hohe Öffentlichkeitspräsenz.

Als Journalisten werden wir in einigen Stunden entweder Fotos von Wasserwerfern und Flammen abbilden müssen – mit Informationen zu Personen-, Sach- und Imageschaden für Leipzig. Oder: Wir zeigen das kleine Foto eines vor wenigen Menschen schwadronierenden Rechtspopulisten. Möge ganz Connewitz Poggenburg die Aufmerksamkeit geben, die er verdient: keine.

Von Mark Daniel

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