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Unternehmen Innovativer Schutz für Radler: Texlock aus Leipzig für Regenjacke ausgezeichnet
Leipzig Unternehmen Innovativer Schutz für Radler: Texlock aus Leipzig für Regenjacke ausgezeichnet
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09:02 21.01.2020
Erst Parka, dann Overall: Designerin Lydia Kluge (Mitte) und Geschäftsführerin Alexandra Baum (r.) von Texlock präsentieren die Schutzbekleidung, für die es am kommenden Wochenende eine Auszeichnung gibt. Quelle: Leipzigreport
Leipzig/München

Wenn Lydia Kluge, Modedesignerin des Leipziger Start-ups Texlock, am kommenden Sonntag aus München zurückkehrt, wird sie aus der bayerischen Hauptstadt nicht nur ein Exemplar der von ihr entwickelten Regenbekleidung „raijn“ wieder mitbringen, sondern auch eine schwergewichtige Trophäe im Gepäck haben: einen Award der Ispo Munich, der Weltleitmesse für Sportartikel und Sportmode.

Mit dem in der Branche begehrten Preis zeichneten die 42 Juroren aus 13 Ländern die Leipziger Innovation als „Winner“ der Kategorie „Outdoor/Rain Jackets” aus. Die Auszeichnung eröffnet aber keinesfalls die Preise-Galerie der Firma. Neben vielen anderen Pokalen glänzt da auch schon der Ispo Brandnew Award 2017 für das namensgebende Produkt, das textile Fahrradschloss „tex-lock“.

Vier Farben, zwei Größe und zwei Schnittformen

Angesichts des aktuellen Triumphes steht die Frage, wo sich in Regenbekleidung Triumphales versteckt. Ins Auge fällt, dass die Innovation kein herkömmliches Regencape ist. Das wind- und wasserdichte, aber atmungsaktive Kleidungsstück ist ein Parka, der sich durch wenige Handgriffe in einen Overall verwandeln lässt, indem die mit Druckknöpfen innen befestigten Hosenbeine ausgeklappt werden.

Mit der Regenbekleidung „raijn“ beteiligte sich das Leipziger Unternehmen Texlock erfolgreich am Wettbewerb um einen Ispo-Award. Quelle: Leipzigreport

„raijn“ wiegt 450 Gramm und wird bei schönem Wetter in einer Gürteltasche verstaut, in der auch Platz für dazugehörige Überschuhe ist. Trotz dieser unkomplizierten Wandelbarkeit macht das Kleidungsstück keine Abstriche bei Regenschutz und Tragekomfort, besteht aus hochwertigem Material und überrascht mit pfiffigen Detaillösungen. Und ein gutes Bild gibt der Regen-Radler auch ab, wofür Lydia Kluge gesorgt hat: „Das Stück fertigen wir in vier Farben, zwei Größen und zwei Schnittformen.“

Erstes großes Projekt nach Studium für Designerin Lydia Kluge

Die Kreation ist ihr erstes größeres Projekt nach ihrem Studienabschluss als Modedesignerin an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Anders als das textile Fahrradschloss, das in der Leipziger Produktionsstätte von Texlock montiert wird, entsteht das aufwendig zu nähende Kleidungsstück in Asien.

„Dort haben wir uns eine Produktionsfirma gesucht, die Mitglied der ‚Fair Labor Association‘ ist und im Bereich der unternehmerischen Verantwortung für Umwelt und Soziales aktiv“, so Geschäftsführerin Alexandra Baum. „China ist heute der technisch fortgeschrittenste Standort für die Produktion von funktioneller Premium Outerwear.“

Leipziger Start-Up hat 18 Mitarbeiter

Das von den beiden in der Textilbranche verwurzelten Designerinnen Alexandra Baum und Suse Brand gestartete Leipziger Unternehmen Texlock mit aktuell 18 Mitarbeitern agiert seit 2018 am Markt. Ein für das Schloss „tex-lock“ erfolgreiches Crowdfunding – also der Online-Verkauf von noch nicht gefertigten Waren an erwartungsfrohe Kunden – ermöglichte auch den Produktionsstart von „raijn“.

Rund 250 Radler in aller Welt haben ihre künftige Regenbekleidung schon vor Monaten bestellt und bezahlt. Sie werden ihr gutes Stück als Erste bekommen, im Fachhandel wird „raijn“ dann ab April erhältlich sein. Als Zielgruppe hat das auf anspruchsvolles Rad-Sicherheitszubehör spezialisierte Leipziger Unternehmen diesmal auch Wanderer und Wassersportler im Auge.

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