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Unternehmen Porsche baut in Leipzig Europas größten Ladepark für E-Autos
Leipzig Unternehmen Porsche baut in Leipzig Europas größten Ladepark für E-Autos
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20:14 27.08.2019
Der Ladepark am Kundenzentrum des Leipziger Porsche-Zentrums: Hier können Gäste und Kunden ihre Fahrzeuge aufladen. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Porsche rüstet sich für die Elektromobilität. Noch bevor der erste Stromer der Marke offiziell enthüllt wurde, geht am Leipziger Werk ein riesiger Ladepark für E-Autos ans Netz. „Das wird der derzeit leistungsstärkste Ladepark in ganz Europa“, sagt Jens Walther, Leiter des werkeigenen Kundenzentrums, und zeigt auf die zwölf Säulen direkt am Kundenparkplatz. Und die sollen nicht nur Porschefahrern offenstehen. „Alle Marken sind willkommen.“

Noch stehen die neuen Porsche „Super Charger“ hinter einem massiven Bauzaun, im offenen Graben dahinter liegen dicke blaue Stromkabel. Doch schon nächsten Monat soll der Ladepark ans Netz gehen. Im Oktober sollen sechs weitere Säulen am werkseigenen Rennparcours folgen. Jede Säule liefert 350 Kilowatt.

Kosten: Fünf Millionen Euro

Innerhalb von 15 Minuten lasse sich der Akku so zu 80 Prozent aufladen, verspricht Walther. „Und das reicht dann für 500 Kilometer.“ Das, so Walther, „ist das Maximum, was es derzeit gibt in dem Bereich“. Damit das überhaupt funktioniert, musste jede Ladesäule mit einer eigenen Kühlung versehen werden. „Der Strom fließt so schnell, dass es so heiß wird, dass wir das kühlen müssen.“

Werksleiter Gerd Rupp (l.) mit dem neuen „Super Charger“. Quelle: Dirk Knofe

Fünf Millionen Euro lässt Porsche sich den Ladepark kosten. Sieben Megawatt Gesamtleistung liegen an. „Das entspricht dem Verbrauch einer mittleren Kleinstadt“, rechnet Werksleiter Gerd Rupp vor. In der Fabrik sei das zum Glück kein Problem. „Auch wenn alle Säulen gleichzeitig laufen, gehen in der Montage nicht die Lichter aus.“

Denn die Stromkabel wurden schon beim Bau des Werks vor fast 20 Jahren groß genug ausgelegt. Aber nicht, weil die Planer damals schon an E-Autos dachten. Sehr wohl aber hatten sie einen massiven Ausbau des Werks im Blick. Und da sei man trotz mehreren Erweiterungen noch längst nicht am Limit, sagt Rupp. „Wir könnten das Werk noch einmal verdoppeln.“ Für die 18 „Super Charger“ reiche es da locker.

Nur drei Fremdfabrikate können Strom tanken

Strom tanken können hier zunächst allerdings nur Fremdfabrikate: der E-Golf von VW aus Dresden, der Audi e-tron oder das Model 3 vom kalifornischen Erzrivalen Tesla. Porsche selbst hat noch gar kein Modell im Programm, das die neue 800-Volt-Technik unterstützt. Das wird sich aber bald ändern: Im September feiert auf der IAA in Frankfurt am Main der erste Porsche-Stromer Taycan Premiere, der genau diese Technik nutzt. Und auch der VW-Hoffnungsträger ID.3 aus Zwickau, der ebenfalls auf der IAA enthüllt wird, kann dann bei Porsche in Leipzig tanken.

Zwölf Säulen stehen am Porschewerk bereit; bis Oktober kommen am Rennparcours sechs weitere dazu. Quelle: Dirk Knofe

Auch der E-Macan, der spätestens 2022 in Leipzig anlaufen soll, wird die neuen Ladesäulen nutzen können. Der Taycan wird in Stuttgart gebaut. In Leipzig wird er trotzdem oft zu sehen sein: Die Werksauslieferung des Stromers übernimmt auch hier das Leipziger Werk. Deshalb entschied sich Porsche, den Ladepark für den Taycan nicht in Stuttgart, sondern in Leipzig zu bauen. Rupp: „Wenn wir den Taycan hier ausliefern, haben wir dann auch die Möglichkeit, ihn schnell zu laden.“

Porsche-Mann Walther setzt sogar ganz gezielt auf durchreisende Touristen von der nahen Autobahn 14, die einen Tankstopp einlegen. Und die Zeit zum Tanken könnten sie dann für einen Kaffee im Kundenrestaurant, eine Werksführung – oder sogar eine Fahrt über den Rennparcours nutzen. „Wir wollen das Tanken zum Erlebnis machen. Das wird dann auch eine neue Attraktion für Leipzig.“

Von Frank Johannsen

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