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Kommunalwahl Freie Wähler überholen CDU
Leipzig Wahl Kommunalwahl Freie Wähler überholen CDU
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09:29 27.05.2019
Die Wahlhelferinnen Monika Brückner, Nora Schulz, Suntina Rabich und Katja Händler (v.l.). Quelle: Foto: Andre Kempner
Zwenkau

Optimistisch hatte die Stadtverwaltung noch bis in den Wahlabend hinein auf ihrer Homepage verkündet, die ersten Wahlergebnisse ab 19 Uhr zu veröffentlichen. Das wurde revidiert.

„Die Auszählung ist sehr komplex“, musste Bürgermeister Holger Schulz (CDU) feststellen. „Die Veröffentlichung der Zusammenfassung der Wahlergebnisse der Stadtratswahl der Stadt Zwenkau aus den einzelnen Wahllokalen kann voraussichtlich erst ab 23 Uhr erfolgen“, war dann zu lesen. Obwohl im Rathaus unter Hochdruck gearbeitet wurde, konnten bis zum Redaktionsschluss keine Zwischenergebnisse bekanntgegeben werden. „Es fehlen noch die Resultate aus entscheidenden Wahllokalen“, bedauerte Wahlleiterin Tanja Felker um Mitternacht. „Es steht und fällt auch alles mit der Briefwahl, da sind wir leider noch nicht durch.“

So musste sich auch der „harte Kern“ der CDU-Fraktion gedulden, der sich in der Zwenkauer Germania Klause zusammengefunden hatte und gemeinsam dem Ergebnis entgegenfieberte. „Die Wahlbeteiligung war wohl relativ hoch, da gibt es wohl mehr auszuzählen als bei der letzten Wahl“, bemerkte der Spitzenkandidat Alexander Wagner. Im Jahr 2014 waren 51,4 Prozent der wahlberechtigten Zwenkauer zur Urne gegangen.

So wusste auch die Freie Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Zwenkau“ mit Spitzenkandidatin Heike Oehert bis weit nach Mitternacht nicht, ob sie die seit mehr als 15 Jahren andauernde absolute Mehrheit der CDU brechen konnte. Die Freien Wähler wollten sich nicht einfach nur mit dem Status der zweitstärksten Kraft begnügen, sondern wieder ein deutliches Plus einfahren. Die SPD war in den letzten Jahren komplett raus, obwohl sie 2014 noch zwei Sitze erkämpft hatte. Doch stieg Harald Redepenning, der sich wieder als einziger Kandidat seiner Fraktion bewarb, 2015 auf eigenen Wunsch aus. Werner Heuer hatte sein Mandat aus Altersgründen niedergelegt.

Das statistische Landesamt dokumentiert den Erdrutsch: 43,3 Prozent für die Freien Wähler, die 2014 auf 26,2 Prozent gekommen sind, nur noch 41, 9 Prozwnt für die CDU. Die Linke erreichen 7,8 und die SPD 7,0 Prozent.

Von Gislinde Redepenning

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