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Kommunalwahl Die AfD hat in Taucha zu wenige Kandidaten für zu viele Stimmen
Leipzig Wahl Kommunalwahl Die AfD hat in Taucha zu wenige Kandidaten für zu viele Stimmen
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10:29 27.05.2019
Auf allen drei Wahlscheinen hat die AfD auch in Taucha viele Stimmen bekommen. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Der Pönitzer Klaus Hofmann zieht für die AfD in den Tauchaer Stadtrat ein. Das stand kurz vor 23 Uhr nach der Auszählung von 13 der 18 Stimmbezirken mit rund 72 Prozent der Wählerstimmen quasi fest. Der 68-Jährige vereinigte zu diesem Zeitpunkt 19,3 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich. Das bedeutete bis dahin vier Plätze am Ratstisch, von denen einer von Hofmann besetzt wird.

Den Sprung in den Stadtrat schaffen auf Anhieb auch die zwei Kandidaten von den Unabhängigen Wählern Taucha, deren vorläufige acht Prozent für zwei Plätze reichen. Als stärkste Kraft behauptete sich zu diesem Zeitpunkt trotz Verlusten die CDU mit 21,9 Prozent und fünf Sitzen. Es folgte dann nach der AfD die SPD mit 17,4 Prozent (vier Sitze). Zu den Gewinnern der Wahl gehören auch Tauchas Grüne, die sich auf 11,6 Prozent und drei Mandate verbesserten. Auf die FDP (11,2 Prozent) und die Linke (10,6 Prozent) entfielen zu dem Zeitpunkt je zwei Mandate. Die Wahlbeteiligung lag da bei 54,9 Prozent.

Wie viele von den 200 Tauchaer Erstwählern von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten, ist noch nicht bekannt. Einer von ihnen ist Thomas Kleine. Der 19-jährige Erstwähler wollte sich diese Chance auf politische Beteiligung auf keinen Fall entgehen lassen. „Ich finde, junge Menschen sollten unbedingt ein Mitspracherecht haben und es dann auch nutzen. Wahlen haben schließlich eine essenzielle Bedeutung für die Demokratie.“ Den jungen Tauchaer interessiert dabei bezüglich Europa nach eigener Aussage zum Beispiel die EU-Urheberrechtsreform. Viele Menschen befürchten durch umstrittene Upload-Filter den Einzug einer Zensur für frei zugängliche Internetinhalte. Doch auch das Thema Umweltschutz, für das nur gemeinsam länderübergreifend in Europa Lösungen gefunden werden können, bewegt den 19-Jährigen.

Von Olaf Barth

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