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Kommunalwahl Freie Wähler verlieren deutlich
Leipzig Wahl Kommunalwahl Freie Wähler verlieren deutlich
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08:31 27.05.2019
In Markranstädt waren die Wahlkabinen meist belegt. Quelle: Andre Kempner
Markranstädt

Sieben Parteien und politische Vereinigungen bewarben sich um die 22 Stadtratssitze in Markranstädt. Insgesamt 58 Kandidaten buhlten auf den verschiedenen Listen um die Wählerstimmen.

Als Wahlsieger sah sich nach neun von vierzehn ausgezählten Bezirken eindeutig die CDU. Die Christdemokraten lagen bei 43 Prozent und haben damit leicht verloren. „Wir sind total zufrieden“, sagte CDU-Chef Michael Unverricht. „Jedenfalls, was unser Ergebnis betrifft.“ Als „schwierig“ bezeichnete er hingegen das Abschneiden der AfD, die aus dem Stand bei 19,7 Prozent lag. „Es wird in den nächsten fünf Jahren auf jeden Fall schwieriger“, meinte Unverricht. Ihr Ergebnis mehr als halbiert haben wohl die Freien Wähler. Sie erreichten im Jahr 2014 noch 19,2 Prozent, am Abend standen sie bei Redaktionsschluss bei 8,7 Prozent. Auch die Linken mussten deutliche Verluste einstecken, sie verloren nach vorläufigem Ergebnis sechs Prozent der Stimmen. Auch die SPD verlor Stimmen – vor fünf Jahren erreichte sie 12,8 Prozent der Wählerstimmen, am Abend lag sie bei 8,6 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag in der Stadt am See bei der Stadtratswahl vorläufig bei 52,3 Prozent und hat sich damit wie in vielen anderen Gemeinden gegenüber den vergangenen Jahren gesteigert. Vor fünf Jahren waren es 47,5 Prozent.

Abgesehen von den Freien Demokraten gingen in diesem Jahr alle Parteien und Vereinigungen erneut an den Start. Hinzu kam eine Liste der Grünen, die allerdings nur einen einzigen Kandidaten enthielt. Ebenfalls neu in diesem Jahr war eine AfD-Liste.

Die Bürger in den Markranstädter Ortsteilen waren zudem dazu aufgerufen, ihre Ortschaftsräte zu wählen. In Frankenheim gingen CDU und SPD mit insgesamt sieben Kandidaten ins Rennen. Die Auswahl zwischen CDU, SPD und Freien Wählern hatten die Bewohner von Großlehna, vier Listen gab es in Göhrenz: BFM, CDU, SPD und Freie Wähler. Ebenfalls vier Vorschläge enthielt die Liste in KulkwitzCDU, Die Linke, Freie Wähler und SPD. CDU und Linke stellten sich auch in Quesitz zur Wahl, in Räpitz gingen CDU, BFM und Freie Wähler an den Start. Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.Gislinde Redepenning

Von Linda Polenz

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