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Landtagswahl Sachsen Alles was Sie zur Wahl in Sachsen wissen müssen
Leipzig Wahl Landtagswahl Sachsen Alles was Sie zur Wahl in Sachsen wissen müssen
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10:20 01.09.2019
Spannende Landtagswahlen stehen am Sonntag in Sachsen und Brandenburg an. Quelle: Peter Endig/dpa-Zentralbild
Dresden/Leipzig

Die sächsischen Wähler müssen sich heute entscheiden: Wem geben Sie Ihre Stimme und das Vertrauen, die Geschicke des Freistaates für die kommenden fünf Jahren zu lenken. Damit bei der Stimmabgabe nichts schief geht, hier einige Tipps:

Wer steht überhaupt zur Wahl?

Gewählt wird der 7. Sächsische Landtag. Er besteht in der Regel aus 120 Abgeordneten. Zur Wahl treten diesmal 19 Parteien an.

Wer darf in Sachsen wählen?

Wählen darf jeder deutsche Staatsbürger ab dem Alter von 18 Jahren, der seit mindestens drei Monaten seinen Hauptwohnsitz in dem Bundesland hat. Das trifft auf rund 3,3 Millionen Menschen im Freistaat zu.

Was muss ich ins Wahllokal mitnehmen?

Die Wahlbenachrichtigung, die bis 8. August mit der Post zugestellt wurde, und einen Ausweis (Pass oder Personalausweis). Die Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr und sind auf der Benachrichtigung vermerkt. Wer im Wahllokal keine Wahlbenachrichtigung dabei hat, muss seinen Personalausweis oder Reisepass vorlegen, um nachzuweisen, dass er oder sie im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Ob man im Wahllokal zusätzlich zur Wahlbenachrichtigung einen Ausweis vorlegen muss, entscheidet der Wahlvorstand vor Ort – je nach Situation.

Wie viele Kreuze darf ich machen?

Höchstens zwei, sonst ist die Stimmabgabe ungültig. Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen, die auf die linke und rechte Seite des Stimmzettels (siehe Muster) zu verteilen sind. Beide Stimmen können an die selbe Partei vergeben oder auf verschiedene aufgeteilt werden. Möglich ist außerdem, nur eine der beiden Stimmen abzugeben. Die nicht abgegebene Stimme zählt dann als ungültig.

Was bewirken Direkt- und Listenstimme?

Die Direktstimme (Erststimme) auf der linken Stimmzettelseite entscheidet, welcher Direktbewerber aus dem Wahlkreis in den Landtag einzieht. Wer im Wahlkreis die meisten Direktstimmen bekommt, zieht in den Landtag ein. Der Freistaat ist in 60 Wahlkreise untergliedert.

Die Listenstimme (Zweitstimme) – rechte Stimmzettelseite – entscheidet über die Wahl der Landesliste einer Partei. In Sachsen stehen 19 solcher Landeslisten zur Auswahl. Der Zweitstimmenanteil bestimmt die künftige parlamentarische Stärke einer Partei. Die 120 Sitze im Landtag werden auf die Parteien verteilt, deren Landeslisten mindestens fünf Prozent der Listenstimmen erhalten oder die in mindestens zwei Wahlkreisen ein Direktmandat errungen haben. Die Zahl der Landtagssitze kann sich durch sogenannte Überhang- und Ausgleichsmandate erhöhen.

Und wenn ich zu viele Kreuze oder welche an der falschen Stelle gemacht habe?

Wer das im Wahllokal bemerkt, sollte sich einen neuen Stimmzettel geben lassen. Korrekturen können zu Unklarheiten führen und die Stimme womöglich ungültig machen. „Die Wählerinnen und Wähler sollten ihre Stimmabgabe auf dem Stimmzettel eindeutig kennzeichnen, am Besten durch ein Kreuz in den aufgedruckten Kreisen. Damit erleichtern sie den Wahlvorständen am Wahlabend die Auszählung“, rät Sachsens Landeswahlleiterin Carolin Schreck.

Wie viel Zeit kann ich mir in der Wahlkabine lassen?

Nicht mehr als nötig – mit Rücksicht auf die nächsten Wähler. Denn jeder darf nur einzeln eintreten, auch Familienangehörige und Freunde. Zur Vorinformation sind Stimmzettelmuster im Wahlraum ausgehängt, um sich schon vorm Betreten der Wahlkabine einen Überblick verschaffen zu können.

Darf ich bei der Stimmenauszählung zusehen?

Ja, die Auszählung ab 18 Uhr ist öffentlich. Jeder Interessierte kann dabei zusehen, wenn die ehrenamtlichen Wahlvorstände dadurch nicht behindert werden. Im Internet berichtet LVZ.de über Auszählungen und Reaktionen in einem Liveticker.

Wann steht das Ergebnis der Landtagswahl fest?

Mit einem vorläufigen Ergebnis ist noch in der Nacht zu rechnen. Vorher veröffentlichen die Umfrageinstitute ab 18 Uhr schon Prognosen und Hochrechnungen des Wahlergebnisses.

Von Winfried Mahr

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