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Landtagswahl Sachsen Zwenkauerin Heike Oehlert schafft Einzug in den Landtag nicht
Leipzig Wahl Landtagswahl Sachsen Zwenkauerin Heike Oehlert schafft Einzug in den Landtag nicht
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19:55 02.09.2019
„Fleißig wie die Bienen“ haben die Helfer am Wahltag in den Zwenkauer Wahllokalen und im Rathaus gearbeitet. Quelle: Gislinde Redepenning
Zwenkau

Die Zwenkauer haben sich, dem Trend entsprechend, zahlreich zur den Wahlen um die Besetzung des neuen Landtags aufgemacht. Immerhin 66,9 Prozent haben ihren Stimmzettel abgegeben. Besonderes Augenmerk lag hier auf dem Abschneiden der Freien Wähler, die mit Heike Oehlert eine Direktkandidatin ins Rennen geschickt hatten.

Quelle: Patrick Moye

Wähler belohnen langjährige Arbeit nicht

„Trotz meines guten Abschneidens in Zwenkau, die Freien Wähler holten hier 9,3 Prozent der Zweitstimmen, und dem erreichten Ergebnis im Wahlkreis 24 bin ich enttäuscht darüber, dass eine kaum bekannte Person, die für die AfD antritt, gleich so viele Stimmen auf sich vereint“, findet Heike Oehlert. Damit meint sie sicher Elke Gärtner, seit Januar 2017 Parteimitglied. Der in der letzten Woche vereidigten Stadträtin in Markkleeberg verhalfen ihre 23,3 Prozent der Stimmen jedoch nicht zum Einzug ins Dresdener Gremium. Oehlert ist der Meinung, den Wählern sollten doch eine langjährige kommunalpolitische Arbeit und deren Auswirkungen für zukünftige Entwicklungen bedeutsam sein. „Alle Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern bei ihrer Wahlentscheidung wichtig waren, hätten mit den Freien Wählern besser umgesetzt werden können“, betont sie. „Mit uns wäre es möglich gewesen, sich dem Nahverkehr mit besserer Anbindung des ländlichen Raumes speziell an Leipzig, Infrastruktur und Mittelstandspolitik stärker und zielführender zu widmen.“ Mit persönlichem Einsatz und Unterstützung von Freunden hat sie ihren Wahlkampf mit überschaubaren Mitteln zum größten Teil selbst finanziert. „In Pegau, Elstertrebnitz und Markranstädt habe ich gute Ergebnisse erreicht. Selbst in Markkleeberg gelang es mir ohne bisherige Basis an Freien Wählern gut abzuschneiden“, sagt die Zwenkauerin. „Auf die 16,8 Prozent der Direktstimmen in Zwenkau bin ich stolz, zumal ich damit vor der Direktkandidatin und Ministerin Petra Köpping liege“, erklärt sie.

Freie Wähler scheitern an Fünf-Prozent-Hürde

Ihr Fazit: „Im Vergleich zur letzten Landtagswahl haben die Freien Wähler ihre Stimmenanzahl mehr als verdoppelt. Mit meinem Ergebnis von 6,2 Prozent der Direktstimmen kann ich im Vergleich zum Landesdurchschnitt zufrieden sein. Wäre uns das sachsenweit gelungen, hätten wir die Fünf-Prozent-Hürde gemeistert.“

Bürgermeister Holger Schulz (CDU) freut sich, dass eine gestandene Regierungspartei wie die CDU weiterhin maßgeblich die Geschicke des Freistaates lenkt und hofft auf positive Auswirkungen für die Kommunen. „Mein Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die in acht Wahllokalen und im Rathaus fleißig wie die Bienen eine perfekte Arbeit geleistet haben“, so Schulz.

Von Gislinde Redepenning

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