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Landtagswahl Thüringen Mohring schließt Zusammenarbeit mit der Linken nicht mehr aus
Leipzig Wahl Landtagswahl Thüringen Mohring schließt Zusammenarbeit mit der Linken nicht mehr aus
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09:37 28.10.2019
Mike Mohring, Spitzenkandidat der CDU. Quelle: Michael Reichel/dpa
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Berlin/Erfurt

Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hat nach der Landtagswahl eine Zusammenarbeit mit den Linken und Ministerpräsident Bodo Ramelow nicht ausgeschlossen. Erstmals gebe es keine Mehrheit mehr für die „politische Mitte“, sagte Mohring am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. „Aber das heißt nicht, dass wir uns in die Ecke stellen können, sondern wir müssen Verantwortung übernehmen.“ Was das heiße, müsse man nun ausloten. „Mir sind stabile Verhältnisse wichtiger für das Land, als dass es nur um parteipolitische Interessen geht.“

Linke ohne Mehrheit

Ministerpräsident Bodo Ramelow hat mit den Linken die Wahl klar gewonnen, aber seine bisherige rot-rot-grüne Regierung hat wegen der Schwäche seiner Partner keine Mehrheit mehr. Jenseits der AfD ist eine Regierungsbildung nur möglich, wenn Union oder FDP mit den Linken kooperieren - und sich entweder an einer Koalition beteiligen oder eine Minderheitsregierung dulden.

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Entscheidung fällt vor Ort

Mohring beanspruchte, dass über den richtig Weg fürs Land vor Ort entschieden wird und nicht in den Parteizentralen. „Ich brauche nicht Berlin, um zu wissen, was für Thüringen nützlich ist“, sagte er. Berlin sei „nicht sonderlich nützlich“ gewesen im Vorfeld der Wahl. „Deswegen ist die Entscheidung, die wir für die Zukunft des Landes Thüringen treffen müssen, auch keine Frage, die in Berlin beantwortet wird, sondern die beantworten wir alleine in Thüringen.“

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Von LVZ