Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Aktuelles Fahrten auf E-Tretroller unbedingt üben
Mehr Auto & Verkehr Aktuelles Fahrten auf E-Tretroller unbedingt üben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:27 22.05.2019
Wer sich einen E-Tretroller anschafft, sollte nicht unvorbereitet auf das Gefährt steigen. Quelle: Christoph Soeder/dpa
Stuttgart

Bevor sie bald ins Verkehrsgeschehen rollen, üben Fahrer von E-Tretrollern lieber vorher und machen sich mit deren Fahreigenschaften vertraut. Die Kombination aus den kleinen Rädern und dem hohen Lenker hält die Expertenorganisation Dekra für besonders brisant.

Wer zum Beispiel zu stark mit der Vorderradbremse verzögert oder sein Gewicht beim Bremsen nicht genug nach hinten verlagert, dem drohe ein Sturz über die Lenkstange. Ist die Fahrbahn nass, schmutzig oder uneben, sollte mit erhöhter Sturzgefahr gerechnet werden. Auch wenn es für diese bis zu 20 km/h schnellen Gefährte keine Helmpflicht gibt, rät Dekra zum Kopfschutz.

Elektro-Tretroller sind in Deutschland ab dem 15. Juni zugelassen. Die Bundesregierung machte nun endgültig den Weg frei. Für diese E-Scooter gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Sie sollen künftig ab 14 Jahre fahrbar sein, brauchen aber eine Kfz-Haftpflichtversicherung. In der Regel sollen die Roller auf Radwegen oder Radfahrstreifen fahren - gibt es keine, soll auch die Fahrbahn genutzt werden dürfen.

Die neuen E-Roller sollen insbesondere für kurze Strecken etwa von der Bushaltestelle ins Büro oder zum Geschäft ein paar Straßen weiter ein neues Angebot sein. Sie sind in der Regel kleiner und leichter als Fahrräder, oft lassen sie sich auch zusammenklappen. Anbieter von Leih-Rollern stehen in größeren Städten in den Startlöchern. Auch in ICEs und Intercitys sollen die Gefährte nach Angaben der Bahn kostenlos an Bord dürfen - zusammengeklappt unter oder über dem Sitz.

Allerdings gibt es weiterhin auch viele Bedenken, was Sicherheit, Ärger mit Radfahrern und Umweltaspekte angeht. Einen Helm müssen die Tretroller-Fahrer nicht tragen, sie brauchen auch keinen Führerschein. Anders als Fahrräder sollen die neuen Gefährte versicherungspflichtig sein, dafür soll es einen Aufkleber geben.

Der ADAC rät Interessenten, mit dem Kauf von Elektrotretrollern zu warten, bis Händler offiziell zugelassene Modelle anbieten. Eine ADAC-Sprecherin sagte, die meisten der bislang auf dem Markt erhältlichen E-Tretroller seien für den Straßenverkehr nicht zugelassen. Eine nachträgliche Zulassung sei kompliziert und teuer. Es sei aber damit zu rechnen, dass Händler zeitnah offiziell zugelassene Modelle anbieten.

dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neue Automarken drängen auf den europäischen Markt. Sie bieten innovative Modelle und vielleicht interessante Einführungsangebote. Doch was ist, wenn Inspektionen und Reparaturen anstehen?

22.05.2019

Für den Weg zur Arbeit oder Touren in der Freizeit - das Fahrrad ist beruflich wie privat für viele das Mittel der Wahl. Den nötigen Stauraum bieten Fahrradtaschen. Welche Modelle taugen etwas?

22.05.2019

Viele Eltern unternehmen mit ihren Kindern in den Ferien längere Autofahrten in die Ferne. Der ADAC und die Stiftung Warentest haben in einem Gemeinschaftstest aktuelle Kindersitzmodelle unter die Lupe genommen.

21.05.2019