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Bauen & Wohnen Recht im Mietshaus: Keller darf nicht zur Rumpelkammer werden
Mehr Bauen & Wohnen Recht im Mietshaus: Keller darf nicht zur Rumpelkammer werden
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12:30 17.09.2019
Wer einen Kellerraum mitgemietet hat, der muss einige Vorgaben zur Lagerung von Gegenständen beachten. Quelle: picture alliance / dpa-tmn
Berlin

Grundsätzlich dürfen Mieter Kellerräume nur in einem Umfang nutzen, den der Vermieter zulässt. Das gilt für zugeteilte Kellerparzellen sowie für gemeinschaftliche Räume wie Fahrradkeller, Waschräume oder Flure. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Mieter haben keine Wahl: Kellerräume werden zugeteilt

Einen rechtlichen Anspruch auf einen Keller gibt es für Mieter grundsätzlich nicht - erst, wenn dieser im Mietvertrag erwähnt wird, haben Mieter auch einen Anspruch darauf. Steht der Keller nicht im Vertrag, wird aber dringend benötigt, können Mieter ihren Vermieter bitten, den Stauraum in den Vertrag aufzunehmen. Der Mieter darf sich seinen Kellerraum außerdem nicht selber aussuchen, sondern bekommt ihn zugeteilt. Richter des Bundesgerichtshofes haben allerdings bereits vor einigen Jahren entschieden, dass die Zusage, um welchen von Kellerraum es sich handelt, nicht extra schriftlich fixiert werden muss. Auch eine mündliche Zusage des Vermieters reicht schon aus (Az.: VIII ZR 71/07). Wer den Kellerraum mit einem Nachbarn tauschen möchte, zum Beispiel, weil er näher an der eignen Wohnung liegt, muss seinen Vermieter vorher um Erlaubnis fragen.

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Nicht alles darf im Keller gelagert werden

Mit den eigenen, zur Wohnung gehörenden Kellerräumen können Mieter erst einmal tun, was ihnen beliebt - so lange sie die zugelassene Nutzung nicht überschreiten. Keller dienen nämlich grundsätzlich als Lagerraum. Aber auch hier sollten Mieter Vorsicht walten lassen: In der Regel dürfen nur Dinge aufbewahrt werden, die üblicherweise zum Wohngebrauch gerechnet werden oder mit diesem in Zusammenhang stehen, erklärt der Eigentümerverband. Dazu gehören zum Beispiel Vorräte, alte Möbel, Teppiche und Werkzeuge.

Leichtentzündliche Güter wie zum Beispiel Benzin sollten wegen der Brandgefahr nicht im Keller gelagert werden. Auch Gasbehälter und Treibstoff sind aus Brandschutzgründen bedenklich, das Abstellen von sicherheitsgefährdenden Substanzen ist ganz untersagt. Das können etwa hoch dosierte Mittel zur Schädlingsbekämpfung sein.

Keine kaputten Räder im Gemeinschaftsbereich

In den Gemeinschaftsräumen und -fluren des Kellers sind Mieter weit weniger frei. Diese Bereiche dürfen, falls es nicht explizit erlaubt ist, nicht als Lager genutzt werden - sondern nur zu den Zwecken, für die sie vorgesehen sind. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe in einem Beschluss festgehalten (Az.: 4 W 183/96). Gibt es eine Nutzungsordnung, muss sich jeder Mieter an diese halten. Sperrmüll, Kartons oder alte Fahrräder dürfen grundsätzlich nicht in Gemeinschaftsräumen gelagert werden.

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RND/dpa

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