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17:27 26.06.2020

Bag-Geschichten aus dem Muldental

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Gertraud und Friedrich Lehne im Haus auf dem Lande. Renate Walter (81): Bei unserer Figur müssen wir die Badewanne frei nach Archimedes ohnehin nicht mehr bis oben füllen (lacht). Seit 59 Jahren sind wir verheiratet, genauso lange wohnen wir im Block im Steinhof. Anfangs hatten wir einen Badeofen, ehe 1997 umgestellt wurde. Seitdem kommt das warme Wasser aus der Wand. Alles wird teurer – auch das Wasser. Trotzdem lässt sich mein Manfred (82) das Vollbad nicht nehmen. Das ist es uns wert. Er genießt das sehr. Vor allem kommt er nicht nur rein, sondern auch wieder raus. Klar, er, der frühere Chemie-Fußballer, hält sich jeden Tag mit Spaziergängen fit. Ich dagegen habe Probleme mit der Hüfte, deshalb dusche ich mehr.

Quelle: Haig Latchinian

Angela de Gerard (44): Im Sommer dusche ich, im Winter bade ich. Diesen kleinen Luxus gönne ich mir. Als Krankenschwester genieße ich es, nach Hause zu kommen, das Wasser einzulassen (nicht ganz voll) und noch etwas pflegende Öle hinzuzugeben. Die angenehme Wärme und der wohlige Duft weiß ich zu schätzen. Da kann ich gut runter fahren. Als Kind hatte ich die DDR noch erlebt. Wir hatten einen Badeofen, der nur am Wochenende angeheizt wurde. Da ging es für alle nacheinander rein.

Quelle: Haig Latchinian

Carl Rößler (68): Ich praktiziere einen Mix aus Dusche und Bad. Dazu sitze ich in der Wanne und brause mich ab. Der Stöpsel ist drin, sodass das Wasser aufgefangen wird. Natürlich wird das kein Vollbad – aber ich bin eh kein Genießer. Ich bin einfach zu faul, die Duschkabine zu benutzen. Denn dann müsste ich immer trocken wischen, um Schimmelbildung zwischen den Fliesen zu verhindern. Die Badewanne ist schneller gesäubert. Ich finde die Frage aber sehr interessant. Ein einstiger Klassenkamerad erzählte mir erst letztens, dass er früher mit seiner Familie ins Wannenbad in der Torgauer Straße ging, weil er zu Hause keine andere Möglichkeit hatte. Heutzutage vergisst man oft, dass in den Mietshäusern das Klo auf der halben Treppe war und es im ungünstigsten Fall infernalisch stank.

Quelle: Haig Latchinian
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