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Tipps rund um den Hund Erste Hilfe beim Hund stressfrei am gesunden Tier üben
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17:34 08.02.2016
So werden die Schleimhäute beim Hund kontrolliert. Quelle: André Kempner
Leipzig

Ein aufgeschnittener Ballen, eine lahmende Pfote, ein Insektenstich oder eine Bissverletzung – im Laufe eines Hundelebens zieht sich jeder Hund mal eine Verletzung zu. Doch nicht jede Verletzung ist ein Notfall und muss sofort von einem Tierarzt behandelt werden. Ein Notfall liegt dann vor, wenn das Leben des Hundes akut bedroht ist, was z. B. bei starken Blutungen, Atemnot, einer Vergiftung, Über- oder Untertemperatur oder einer Magendrehung der Fall ist. Dann gilt es sofort einen Tierarzt aufzusuchen.

Blasse Schleimhäute, Untertemperatur, ein flacher Puls und geweitete Pupillen weisen auf einen Schockzustand hin, der ebenfalls lebensbedrohlich sein kann. Deshalb sollten verletzte Hunde immer beobachtet werden. Als erstes gilt es jedoch Ruhe zu bewahren und die Situation zu beurteilen. Muss der Hund aus einer Gefahrenzone gebracht werden? Ist der Hund panisch? Haben Hunde Schmerzen, neigen sie zur Flucht oder verteidigen sich ggf. durch Beißen. Daher sollten verletzte Hunde durch eine Leine und gegebenenfalls auch durch eine Maulschlaufe gesichert werden.

Es ist ratsam die Telefonnummer des Tierarztes und der örtlichen Tierklinik im Handy einzuspeichern, um im Notfall immer jemanden zu erreichen. Die Tierärzte können dann Hinweise über das weitere Vorgehen geben und sich selbst auf das Eintreffen des Patienten vorbereiten.

Um die Situation des Hundes zu beurteilen, sollten die Schleimhäute begutachtet werden. Dunkelrote Schleimhäute können auf einen Hitzschlag hinweisen, während blasse Schleimhäute auf einen Blutmangel hindeuten. Normalerweise sind die Schleimhäute blassrosa, was Hundebesitzer einfach durch das Hochziehen einer Lefze erkennen können. Auch die Körpertemperatur gibt Aufschluss über den Zustand des Hundes. Sie wird rektal mit einem Fieberthermometer gemessen. Liegt der Wert unter oder über der normalen Temperatur von 38,0 bis 39,0 °C, kann dies ein Hinweis auf ein gesundheitliches Problem sein.

Mit etwas Übung kann auch der Puls des Hundes gemessen werden. An der Innenseite des Oberschenkels lässt sich der Puls von Hunden am besten fühlen. Dieser sollte bei ausgewachsenen Hunden bei 60 bis 120 Schlägen pro Minute liegen. Die Pulsmessung, das Fiebermessen, das Überprüfen der Schleimhäute sowie das Anlegen von Verbänden können an gesunden Hunden geübt werden. Einige Tierarztpraxen bieten Erste-Hilfe-Kurse für Hundehalter an, damit diese im Ernstfall vorbereitet sind.

Zudem ist es sinnvoll, einen Erste-Hilfe-Koffer im Haus und im Auto aufzubewahren, der unter anderem Verbandsmaterial, eine Decke, Schere, Wunddesinfektionsmittel und ein Fieberthermometer enthält.

*Unsere Autorin ist Tierärztin beim Leipziger Hundefutterhersteller Futalis

Von Stefanie Schmidt

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