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Helios Park-Klinikum Leipzig Bösartige Tumoren in der Bauchspeicheldrüse
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Sonderveröffentlichung des Helios Park-Klinikums Leipzig
13:07 19.03.2020
Modell der Bauchspeicheldrüse – wenn sie Probleme macht, sind besondere Expertise und interdisziplinäre Behandlung gefragt. Quelle: Christian Hüller
Leipzig

Tumoren in der Bauchspeicheldrüse gelten oft als „bösartig“, und zwar wörtlich gemeint. „Das Schlimme ist einerseits die biologische Art dieser Erkrankung, es ist ein sehr aggressiver Krebs, der zum Metastasieren neigt“, erklärt Dr. Andreas Flade, Leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Helios Park-Klinikum und Stellvertreter des Chefarztes. „Außerdem liegt er an einer kritischen Stelle und macht häufig erst dann Symptome, wenn er schon weit fortgeschritten ist.“ Das erfordert eine besondere Expertise in der Diagnostik und gemeinsame Behandlungsstrategien aller an der Behandlung beteiligten Fachgebiete.

Große Fortschritte

„Die Chirurgie hat sich in den letzten Jahren so verfeinert, dass auch erweiterte Operationen mit Gefäßresektionen möglich sind“, sagt Dr. Flade. „Auch die Diagnostik ist heute durch MRT/CT und Ultraschall sehr viel besser möglich.“ Die größten Fortschritte in der Behandlung dieser Patienten haben sich aber in der Nachbehandlung ergeben, sagt der Leitende Oberarzt: „Sicher sind wir Chirurgen ein wichtiges Puzzleteil, wenn es uns gelingt, den Krebs vollständig zu entfernen, aber eben nur eines von mehreren. Alleine durch die Chirurgie könnten wir nur zehn bis 15 Prozent der Patienten ein langfristiges Überleben sichern.“

Strategisches Gesamtkonzept

Die Zukunft der Pankreaskrebstherapie liege in der multimodalen Behandlung, so Dr. Flade: Damit ist ein Gesamtkonzept verschiedener Strategien gemeint, abgestimmt auf das individuelle Krankheitsbild des jeweiligen Patienten. „Das bedeutet zum Beispiel, dass wir nicht mehr sofort operieren, sondern durch Chemotherapie vorbehandeln, um den Tumor zu verkleinern und möglicherweise schon vorhandene kleinste, nicht sichtbare Metastasen abzutöten, um ein besseres langfristiges Ergebnis zu erzielen.“

Von PR/LMG