Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Helios Park-Klinikum Leipzig Tumorkonferenz am Helios Park-Klinikum sucht individuell beste Therapie
Mehr Gesundheit Helios Park-Klinikum Leipzig Tumorkonferenz am Helios Park-Klinikum sucht individuell beste Therapie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Sonderveröffentlichung des Helios Park-Klinikums Leipzig
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:35 22.03.2020
Michael Moche, Prof. Dr. Michael Bartels und Priv.-Doz. Dr. Ulrich Halm, drei ausgewiesene Ärztliche Experten im Dienst am Patienten. Quelle: Christian Hüller
Leipzig

Anfang 40, zwei Kinder, mitten im Leben. Und dann die Diagnose, die ihr den Boden unter den Füßen wegzog: metastasierender Darmkrebs, auch die Leber war betroffen. Privat-Dozent Dr. Ulrich Halm erinnert sich genau an die Patientin: „Die Lebermetastasen waren schon sehr groß, eine saß auf der linken Seite, ganz viele auf der rechten.“ Es hatte schon optimistischere Aussichten gegeben.

In der interdisziplinär besetzten wöchentlichen Tumorkonferenz beschlossen die Experten des Helios Park-Klinikums Leipzig, die Metastasen zuerst mit einer Chemotherapie anzugreifen. Die Tumoren sprachen gut an, die Metastasen wurden kleiner. „Dann haben wir operiert und konnten in einem ersten Operationsschritt die Lebermetastasen komplett entfernen. Nach vier Wochen Erholungszeit der Patientin haben wir im zweiten Schritt mittels Schlüssellochtechnik den betroffenen Dickdarmteil entfernt. Die Patientin hat beide große Eingriffe zum Glück sehr gut überstanden.“ Dr. Halm, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, hofft, die Patientin vollständig zu heilen.

Große Fortschritte

„Ein ganz wesentlicher Fortschritt in den vergangenen Jahren ist, dass wir sehr häufig minimalinvasiv operieren“, sagt sein Kollege Prof. Dr. Michael Bartels, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie. „Das ist eine phänomenale Entwicklung, weil sie die Belastung für die Patienten sehr verringert.“ Die Ärzte in Leipzig sprechen bei der Schlüssellochtechnik von einer entscheidenden Weiterentwicklung der chirurgischen Technik, von der insbesondere Krebspatienten durch die geringere Belastung und schnellere Erholung besonders profitieren.

Weitere Säulen in der Krebsbehandlung sind die Strahlen- und die medikamentöse Therapie. Durch die Entwicklung neuer Medikamente sind auch hier zuletzt erhebliche Fortschritte gemacht worden. „Wir bieten neue minimalinvasive Verfahren, etwa beim Kappen der Blutzufuhr eines Tumors oder wenn CT-gestützt kleine Metastasenherde mit speziellen Nadeln zerstört werden“, ergänzt Priv.-Doz. Dr. Michael Moche, Chefarzt für Interventionelle Radiologie.

Langjährige Erfahrungen, modernste Technik

„All die langjährigen Erfahrungen müssen ebenso wie unsere hochmodernen Techniken in ein Gesamtkonzept einfließen“, erklärt Chefarzt Dr. Halm. „Nur so finden wir für den Patienten die individuell beste Therapie.“ Ganz wichtig dabei ist auch die Psychoonkologie. Denn dass Menschen an Krebs sterben, wird es immer geben, „das ist unserem biologischen Aufbau zu eigen“, sagt Chefarzt Prof. Bartels. Fast 500 000 Menschen erkranken in Deutschland an Krebs – jährlich. Solches Wissen kann bei einer eigenen Krebsdiagnose helfen, die gefühlte Ausweglosigkeit und den Schock zu verarbeiten: Man ist nicht allein.

Und: Es gibt große Fortschritte. Aktuell machen vor allem die Entwicklungen bei Krebs der Bauchorgane und der Lunge Mut. Am stärksten jedoch wiegt das Wissen, bei den Ärzten in bestmöglicher Hand zu sein.

Von PR/LMG

In Schkeuditz bekämpfen die Ärzte Schilddrüsenknoten mit modernster Technik. Die Methode ist neu, sie funktioniert – doch es gibt auch Einschränkungen.

22.03.2020

Mehr als 60 000 Deutsche erkranken jährlich an Darmkrebs – und jeder und jede Betroffene fragt sich: Was hätte ich tun können?

22.03.2020

Drei Fragen an Dr. Christian Prause: Im Kurzinterview spricht der Oberarzt über das Viszeralonkologische Zentrum – und warum es eigentlich eher ein Netzwerk ist.

22.03.2020