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Helios Park-Klinikum Leipzig Vorsorge gegen den bösartigen Darmkrebs
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Sonderveröffentlichung des Helios Park-Klinikums Leipzig
17:36 22.03.2020
Bei einer Darmkrebs-Operation müssen die Zahnräder der Behandlung perfekt ineinander. Quelle: Christian Hüller
Leipzig

Mehr als 60 000 Deutsche bekommen jährlich diese Diagnose: Darmkrebs, eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen. 60 000 individuelle Schicksale – und jeder und jede Betroffene fragt sich: Was hätte ich tun können?

„Es gibt beim Darmkrebs leider nicht den einen auslösenden Faktor“, sagt Dr. Christina Klein. „Erwiesen ist, dass Raucher und adipöse Menschen häufiger betroffen sind. Auch Menschen, die kaum Sport treiben, bekommen statistisch gesehen öfter Darmkrebs.“ Aber die Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leiterin des Viszeralonkologischen Zentrums am Helios Park-Klinikum weiß: „Das ist eben nur die Statistik, treffen kann es leider jeden.“

Versicherer übernehmen ab 50

Erbliche Faktoren spielen eine große Rolle: Wer einen Darmkrebsfall in der Familie hat, sollte deutlich häufiger zur Vorsorge gehen. Die wird für gesetzlich Versicherte ab dem 50. Lebensjahr übernommen, sie haben Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren. Das sei auch sinnvoll, sagt Dr. Klein, weil der Höhepunkt der Erkrankungen im sechsten und siebten Lebensjahrzehnt liege. Schon ab 50 Jahren übernehmen die Kassen auch einen Test auf Blut im Stuhl – denn das ist ein eindeutiges Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

Aber: Eine Darmspiegelung bleibt der beste Weg der Vorsorge. Sie kann Leben retten. „Polypen und in Einzelfällen kleine Karzinome können bereits bei der Darmspiegelung endoskopisch entfernt werden. Mit dieser Behandlung sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, um bis zu 90 Prozent“, erklärt Dr. Klein. Allerdings: Für Freudensprünge sorgt die Aussicht auf eine Spiegelung nicht. „Ich erkläre den Patienten, dass sie während der Untersuchung schlafen können, sie bekommen davon nichts mit“, sagt die Darmexpertin. Als unangenehm empfänden die meisten eher das leider notwendige Abführmittel. „Hier gibt es inzwischen aber Mittel, die nicht mehr ganz so unangenehm schmecken und auch nicht mehr in der großen Menge getrunken werden müssen, wie es früher der Fall war.“

Seit Einführung der Darmspiegelung als Vorsorge im Jahr 2003 gehen die Krankheitszahlen zurück. „Wir sind heute auch chirurgisch bei den Rektum- und Kolonkarzinomen viel erfolgreicher als früher“, sagt Dr. Klein. „Dazu haben wir eine deutliche Verbesserung bei den Chemotherapeutika. Damals standen vielleicht zwei Mittel zur Wahl, heute sind es 20 hochpotente.“

Offen, ehrlich und transparent

Trotzdem: Darmkrebs ist noch immer eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit. „Wir müssen offen, ehrlich und transparent mit den Patienten umgehen“, sagt die Oberärztin. Auch wenn alle im interdisziplinär behandelnden Team einen vollen Terminkalender haben, bleibe Zeit für das einzelne Schicksal. „Auch wir Chirurgen sagen nicht: Operation vorbei, das war’s jetzt für mich.“ Die besten Erfolge stellen sich durch ein gesamtheitliches Konzept ein, in dem die Fachbereiche wie Zahnräder ineinander greifen.

Eine Grundlage dafür ist die wöchentliche Tumorsprechstunde am Helios Park-Klinikum: Hier wird jeder Fall ausführlich besprochen und beurteilt. Natürlich möchte niemand so ein „Fall“ werden. Die Vorsorgeangebote anzunehmen, ist dafür ein wichtiger Schritt.

Terminvereinbarung

Helios Park-Klinikum Leipzig

Viszeralonkologisches Zentrum ­(Erkrankungen des Darms und der Bauchspeicheldrüse), Erkrankungen der Leber und Gallenwege, Zweitmeinung, Telefon: (0341) 864-2254

Helios Klinik Schkeuditz

Erkrankungen der Schilddrüse, Telefon: (034204) 80-8916

Brustzentrum Nordsachsen, Telefon: (034204) 80-8402

Darmzentrum, Telefon: (034204) 80-8916

Zentrale Kontaktdaten

Helios Park-Klinikum Leipzig

Strümpellstraße 10

04289 Leipzig

Telefon: (0341) 864-0

info.parkklinikum@helios-gesundheit.de

www.helios-gesundheit.de/parkklinikum

Helios Klinik Schkeuditz

Leipziger Straße 45

04435 Schkeuditz

Telefon: 034204 80-0

www.helios-gesundheit.de/schkeuditz

Von PR/LMG

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