Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Helios Park-Klinikum Leipzig Wintersport: Verletzungen vorbeugen und behandeln
Mehr Gesundheit Helios Park-Klinikum Leipzig

Wintersport: Verletzungen vorbeugen und behandeln

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 30.11.2021
Dr. med. Daniel Gröschel
Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. Daniel Gröschel informiert zur Vorbeugung und Behandlung von Wintersportverletzungen. Quelle: Christian Hüller

Welche Verletzungen kommen am häufigsten beim Ski- oder Snowboardfahren vor?

Die „Klassiker“ der Muskelverletzungen sind Zerrungen und Prellungen. Beinverletzungen, insbesondere des Kniegelenkes, sind typisch beim Skifahrer. Brüche von Handgelenk, Oberarm oder Schlüsselbein sind häufige Verletzungen beim Snowboarden. Auch Rücken- und Kopfverletzungen kommen vor.

Wie sollte ich mich auf den Ski- oder Snowboardurlaub vorbereiten?

Zwei bis drei Monate zuvor sollte mit Kräftigungs- und Ausdauerübungen begonnen werden. Wer also für Januar oder Februar einen Wintersporturlaub plant, sollte jetzt mit dem Training anfangen. Insbesondere diejenigen, die nicht regelmäßig Sport treiben. Ein gesundes Maß an Fitness ist für Wintersport immer sinnvoll. Hierbei werden Muskelgruppen beansprucht, die normalerweise im Alltag wenig trainiert werden. Empfehlenswert sind Übungen zur Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur sowie der Oberschenkelmuskulatur. Gleichgewichtsübungen sind für Ski- und Snowboardfahrer für eine gute Stabilität ebenfalls wichtig.

Was sollte während des Wintersports beachtet werden?

Ein Aufwärmprogramm ist ratsam. Viele Hobby-Wintersportler machen den Fehler, sich einfach auf die Skier oder das Board zu stellen nach dem Motto „learning by doing“. So funktioniert das aber in der Regel nicht.
Anfänger sollten unbedingt einen Ski- oder Snowboardkurs besuchen und mit dem Lehrer ein Gefühl für das Sportgerät entwickeln. Außerdem lernen sie dort richtig zu fallen. Das minimiert das Verletzungsrisiko.
Ski- und Kompressionsunterwäsche schützen vor Auskühlung und fördern die Durchblutung der Muskulatur. Ein Helm gehört unbedingt zur Grundausstattung. Für Snowboarder sind Handgelenksprotektoren empfehlenswert. Ein gesundes Maß an Selbsteinschätzung und vorausschauendes Fahren sind unabdingbar. Zudem sollten sie sich nicht überfordern. Die Muskulatur ermüdet bei Untrainierten schnell. Sobald sie merken, die Kraft wird weniger, die Konzentration lässt nach, sollten sie für den Tag besser aufhören.

Wenn ich mich verletzt habe, wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei leichteren Stürzen oder Fehlbelastungen hilft oft das PECH-Schema: Pause, Eis (kühlen), Compression (stabilisierende Bandage) und Hochlagern. Normalerweise sind die Beschwerden nach wenigen Tagen ausgestanden. Andernfalls sollte möglichst schnell ein Spezialist zu Rate gezogen werden. Dann empfiehlt es sich, zu uns in die Spezialsprechstunde ans Helios Park-Klinikum Leipzig zu kommen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Das hängt von der Verletzung ab. Bei Knochenbrüchen oder höhergradigen Verletzungen von Gelenkstrukturen, wie zum Beispiel Kreuzband, Meniskus oder Knorpel, ist oftmals eine Operation notwendig. Bei Prellungen, kleineren Muskelverletzungen oder Bänderzerrungen kann konservativ behandelt werden. Kurzfristige Entlastung oder eine Orthesenbehandlung können gute Ergebnisse erzielen. Eine begleitende Physiotherapie treibt die Regeneration deutlich schneller voran.

Dr. Daniel Gröschel Quelle: Christian Hüller

Dr. Daniel Gröschel (*1982) studierte Medizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 2008 ist er am Helios Park-Klinikum Leipzig tätig, wo er den überwiegenden Teil seiner Facharztausbildung absolvierte. Seit 2014 ist Daniel Gröschel Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, seit 2015 ist er Oberarzt im Orthopädisch-Traumatologischen Zentrum.

LMG/PR