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08:00 16.04.2021
Eingespieltes Team: Prof. Dr. Mohamed Abdel­-Wahab (links) und Prof. Dr. David Holzhey leiten gemeinsam die Abteilung für Strukturelle Herzerkrankungen.
Eingespieltes Team: Prof. Dr. Mohamed Abdel­-Wahab (links) und Prof. Dr. David Holzhey leiten gemeinsam die Abteilung für Strukturelle Herzerkrankungen. Quelle: Peter Eichler
Leipzig

Unser Herz ist ein Wunderwerk – so kraftvoll wie eine Ausdauerathletin und doch auch fragil. Das zeigt das Beispiel der Herzklappenerkrankungen: Oft kann das Herz eine verengte oder undichte Klappe jahre- oder gar jahrzehntelang gut ausgleichen. Sobald Beschwerden auftreten, ist jedoch höchste Eile geboten, sagen die Spezialisten am Leipziger Herzzentrum.

Prof. Dr. Mohamed Abdel-Wahab und Prof. Dr. David Holzhey leiten gemeinsam die Abteilung für Strukturelle Herzerkrankungen – eines der weltweit größten Klappenzentren. Im Bereich der Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) ist es sogar das größte. Schon, dass sie die Abteilung gemeinsam führen, beweist die überall am Herzzentrum auf höchstem Niveau praktizierte Interdisziplinarität, also das ineinander verzahnte Arbeiten aller beteiligten Disziplinen. Heart Team heißt dieser Zusammenschluss hochspezialisierter Fachkräfte.

Tägliche interdisziplinäre Konferenz

Täglich um 15 Uhr treffen sich Vertreter und Vertreterinnen der Kardiologie, Herzchirurgie, Radiologie und Anästhesie und besprechen gemeinsam die Fälle. „Manche müssen medikamentös behandelt werden, manche mit Kathetertechniken, manche konventionell chirurgisch“, beschreibt Prof. Abdel-Wahab. Entschieden wird gemeinsam mit dem Patienten oder der Patientin.

Wie bei anderen Krankheiten steigen auch bei den Herzklappen die Beschwerden mit dem Alter an, betroffen sind etwas mehr Männer als Frauen. „Frühe Warnzeichen sind zunehmende Luftnot, ungewöhnliche Leistungsschwäche oder Müdigkeit und Druck auf der Brust“, fasst Prof. Holzhey zusammen. „Manche dieser Herzklappenerkrankungen sind vom Verlauf her ähnlich gefährlich wie bösartige Tumoren“, warnt der erfahrene Arzt. Aber: Man kann etwas dagegen tun – Vorsorge ist das Stichwort.

Praktischer Tipp: das Stethoskop

Einen ganz praktischen Tipp hat Prof. Abdel-Wahab: „Es ist bei den Hausärzten ein bisschen aus der Mode gekommen, aber das gute alte Stethoskop kann Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkennen.“ Wer also das nächste Mal zum Routine-Check geht, sollte einfach danach fragen. Der Hausarzt kann anschließend zum Kardiologen überweisen.

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Wenn eine Herzklappe ersetzt werden muss, ist das für den Patienten ein einschneidendes Ereignis, für die Spezialisten am Herzzentrum jedoch Routine. Dort wird schon weitergedacht: Da künstliche Herzklappen aus organischem Material bestehen, halten sie nicht ewig. Daran arbeitet die Forschung, denn weitere Eingriffe direkt am Herzen sollten entweder möglichst schonend stattfinden – oder den Patientinnen und Patienten gleich ganz erspart bleiben.

Von PR/LMG