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Leipziger Studie erforscht Herzschwäche

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08:00 16.04.2021
Prof. Dr. Dr. ­Philipp Lurz, Geschäftsführender Oberarzt der Universitätsklinik für Kardiologie.
Prof. Dr. Dr. ­Philipp Lurz, Geschäftsführender Oberarzt der Universitätsklinik für Kardiologie. Quelle: Christian Hüller
Leipzig

Eine Herzinsuffizienz, landläufig Herzschwäche genannt, kann schnell lebensbedrohlich werden. Wenn das Herz den Körper immer schlechter mit Blut versorgen kann, leiden weitere wichtige Organe. Eine neue Studie am Leipziger Herzzentrum unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Philipp Lurz erforscht nun eine sehr verbreitete Form des Krankheitsbildes: die Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion, abgekürzt HFpEF.

Das bedeutet: Die Pumpfunktion des Herzens ist kaum beeinträchtigt, allerdings füllt sich das Herz nur schlecht wieder mit Blut und kann deshalb weniger als nötig weitergeben. „In Kürze wird das die häufigste Form der Herzinsuffizienz sein“, sagt Prof. Lurz, Geschäftsführender Oberarzt der Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur am Herzzentrum Leipzig.

Derzeit keine einzige wirksame Therapie

Zugleich ist sie in den Medien wie auch unter Ärztinnen und Ärzten weniger präsent als die konventionelle Herzschwäche, bei der die Pumpfunktion eingeschränkt ist. Und: „Es gibt derzeit keine einzige wirksame Tablette dagegen, keine Behandlung, keine wirkliche Therapie“, so Prof. Lurz. Das will die Leipziger Studie ändern. Die Fachleute legen einen Katheter zu den Nierenarterien, um die Nervenenden zu veröden und den Sympathikus zu beruhigen – als Teil des vegetativen Nervensystems wirkt dieser wie ein Taktgeber.

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Zudem erhalten die Patientinnen und Patienten einen kleinen Drucksensor, das CardioMEMS. Dieses wenige Millimeter große Gerät wird über eine Vene bis in die Lungenarterie geschoben, misst dort den Druck in der Lungenarterie und leitet die Werte direkt ans Herzzentrum weiter. „Sollten wir auf diese Weise eine Verschlechterung erkennen, würden wir direkt anrufen und zum Beispiel empfehlen, mehr Wassertabletten zu nehmen“, sagt Prof. Lurz. Das Ärzteteam wiederum kann mittels der Messwerte die Effekte der Eingriffe direkt einschätzen.

Von PR/LMG