Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Herzzentrum Leipzig Wenn das Herz schwächer wird
Mehr Gesundheit Herzzentrum Leipzig Wenn das Herz schwächer wird
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
08:12 16.03.2020
Professor Dr. Holger Thiele, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur am Herzzentrum Leipzig. Quelle: Dominik Wolf
Leipzig

Sie ist eine bösartige Krankheit, vor allem für ältere Patienten: die Herzinsuffizienz, landläufig Herzschwäche genannt. Wenn körperliche Belastungen immer schwerer fallen, wenn sich Betroffene oft müde oder abgeschlagen fühlen, denken sie nicht sofort ans Herz. Doch das kann lebensbedrohlich sein: Denn das Herz sorgt als Kraftwerk des Körpers für die Versorgung mit Blut – und ist diese Funktion eingeschränkt, leiden darunter schnell weitere lebenswichtige Organe.

Ursachen sind wenig bekannt

„Noch immer weiß die Bevölkerung über die Ursachen viel zu wenig“, sagt Prof. Dr. Holger Thiele, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur am Herzzentrum Leipzig. Der größte Risikofaktor ist Bluthochdruck, denn hier muss das Herz dauerhaft stärker pumpen. Auf lange Sicht – und verstärkt, wenn andere gesundheitliche Belastungen hinzukommen – wird das Herz über die Maßen beansprucht und verliert an Pumpleistung.

Anzeige

Auch koronare Herzerkrankungen, also Verengungen in den Herzkranzgefäßen, Medikamente wie Chemotherapeutika oder Drogenmissbrauch steigern das Herzschwächerisiko.

Komplexe und aufwendige Fälle

„Insbesondere im Alter tritt die Erkrankung dann sehr häufig auf“, sagt Prof. ­Thiele. „Es sind sehr komplexe und aufwendige Fälle mit vielen Facetten, aber das macht eine Behandlung eben auch so lohnend und sinnvoll.“ Das Herzzentrum Leipzig hat sich über die Jahre mit seiner Herzinsuffizienzabteilung einen exzellenten Ruf erarbeitet. Weil die Wiederaufnahmerate vergleichsweise hoch ist, sind spezielle Schulungen aller Mitarbeiter so wichtig.

Allen voran: die mittlerweile drei speziell ausgebildeten Herzinsuffizienzschwestern. Sie kümmern sich eng um die Betroffenen, halten telefonischen Kontakt und fragen nach Beschwerden. Wenn ein Patient zum Beispiel schnell zunimmt, kann das ein Vorzeichen einer Herzinsuffizienz sein.

Interdisziplinäre Verzahnung

Sehr wichtig ist für Prof. Thiele auch die interdisziplinäre Verzahnung mit der Psychokardiologie. „Denn die Herzinsuffizienz geht leider häufig mit psychischen Erkrankungen einher“, erklärt der erfahrene Arzt. „Hier besteht am Herzzentrum eine große Kompetenz.“ Bei den Patienten stoße das auf großes Interesse. Denn wer an einem schwachen Herzen leidet, braucht starke Unterstützung.

Von PR/LMG

Fakten gegen Vorurteile: Prof. Dr. Diyar Saeed, Leitender Oberarzt Herztransplantation und Kunstherzimplantation, erklärt, warum wir mehr Organspender brauchen.

16.03.2020

Prof. Dr. Ingo Dähnert ist Direktor der Universitätsklinik für Kinderkardiologie – doch beschäftigt er sich zunehmend mit Herzen von Erwachsenen.

16.03.2020

Die Geburt eines Kindes ist für jede Frau ein einschneidendes Erlebnis. Zweimal durfte Susann Berger Mutter werden, doch beim dritten Kind schwebte plötzlich ihr eigenes Leben in Gefahr.

16.03.2020