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Herzzentrum Leipzig Zweitmeinung inklusive: Gebündelte Expertise im Herzzentrum Leipzig
Mehr Gesundheit Herzzentrum Leipzig Zweitmeinung inklusive: Gebündelte Expertise im Herzzentrum Leipzig
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12:24 12.03.2019
Prof. Dr. David Holzhey ist einer der beiden Leiter der Abteilung für Strukturelle Herzerkrankungen am Herzzentrum Leipzig. Quelle: Christian Hüller

Wenn das Herz das Kraftzentrum des Menschen ist, dann sind die Herzklappen die Wächter: Sie wirken als Ventile und verhindern, dass das Blut in die falsche Richtung zurückströmt. Sie sind rund um die Uhr im Einsatz – ein zentraler Bestandteil im hochkomplexen System unseres Körpers.

Doch je älter wir werden, desto mehr setzt die Beanspruchung den Klappen zu. „Erkrankungen der Herzklappen sind teilweise sehr komplex und bringen viele Begleitprobleme mit sich“, erklärt Privat-Dozent Dr. Mohamed Abdel-Wahab.

Und Prof. Dr. David Holzhey ergänzt: „Dank der interdisziplinären Zusammensetzung unseres Teams entscheiden wir gemeinsam, welche die für den jeweiligen Patienten bestmögliche Behandlung ist.“

Privat-Dozent Dr. Mohamed Abdel-Wahab ist Dr. Holzheys Kollege als Leiter der Abteilung für Strukturelle Herzerkrankungen. Quelle: Thomas Meinicke

Dem Wort „gemeinsam“ kommt hier eine Schlüsselrolle zu – denn die beiden Experten teilen sich die Leitung der Abteilung für Strukturelle Herzerkrankungen am Leipziger Herzzentrum.

Dr. Abdel-Wahab ist Leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie, Prof. Holzhey ist Leitender Oberarzt der Herzchirurgie.

Die Vorteile liegen auf der Hand: „Wir besprechen gemeinsam jeden Patienten, jeden Tag ab 16.30 Uhr. Dadurch haben wir automatisch alle Behandlungsoptionen, die in Frage kommen, abgeklärt“, erklärt Prof. Holzhey. „Heutzutage sind Eingriffe an den Herzklappen immer häufiger Hybrideingriffe, die eine Kombination aus verschiedenen Fachrichtungen erfordern“, beschreibt Dr. Abdel-Wahab.

Möglichst individuell behandeln

Weil die Patienten immer älter und die Krankheitsbilder immer komplexer werden, sei es wichtig, möglichst individuell abgestimmt und dabei schonend zu arbeiten. „Weil wir hier am Herzzentrum zusammenarbeiten, gibt es keine Interessenskonflikte. Keiner muss seine Fallzahlen in die Höhe schrauben“, sagt Dr. Abdel-Wahab.

Die berühmte Zweitmeinung – am Herzzentrum bekommen die Patienten sie automatisch dazu.

Hochmoderne Hybrid-OPs

Im Bereich der Herzklappen hat sich in den vergangenen Jahren unglaublich viel getan. Bestimmte Klappenfehler, etwa die Aortenklappenstenose, bei der die Hauptschlagader verengt ist, werden überwiegend mittels Katheter behandelt. Große Operationen bleiben den Patienten damit erspart.

Das ist vor allem für Hochrisikopatienten ein Segen: Sie müssen nicht an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden, brauchen keine Narkose und können das Krankenhaus insgesamt schneller verlassen.

Die hochmodernen Hybrid-OPs verbinden herzchirurgischen Operationssaal und kardiologisches Herzkatheterlabor – und spiegeln so die enge Verzahnung der Fachdisziplinen wider.

Den Erkrankungen den Schrecken nehmen

Ein Beispiel: Dank moderner Technik können die Spezialisten am Herzzentrum eine neue Aortenklappe minimalinvasiv einsetzen. Das Verfahren heißt TAVI, Transkatheter-Aortenklappen-Implantation.

Für den Patienten bedeutet das: Es bleibt bei einer Punktion, meist an der Leiste. Der reine Kathetereingriff ist nach einer Dreiviertelstunde überstanden.

Über 800 solcher Operationen führt das Herzteam jährlich durch.

Die Vorteile für den Patienten sind immens: „Ich kann gar nicht glauben, dass es das vor gut zehn Jahren noch nicht gab“, sagt Dr. Abdel-Wahab.

Aktuell forsche man daran, ein ähnliches Verfahren auch bei den anderen Klappen anzuwenden – und bei jüngeren Menschen. „Wir wollen den Herzklappen-Erkrankungen weiter den Schrecken nehmen“, fasst Prof. David Holzhey zusammen.

Gebündelte Erfahrung

Die breite, gebündelte Erfahrung am Leipziger Herzzentrum ist dabei das größte Plus. „Wir sind von den Zahlen her das größte Zentrum europaweit“, sagt Dr. Abdel-Wahab. „Und wie für alle Dinge, die man mit den eigenen Händen macht, gilt auch hier: Je häufiger wir es tun, desto besser werden wir darin.“

Von PR/LMG

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