Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Gesundheit Richter: Kasse muss keine Brustentfernung wegen Krebsangst bezahlen
Mehr Gesundheit Richter: Kasse muss keine Brustentfernung wegen Krebsangst bezahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:05 16.09.2019
Auf der Bildschirmdarstellung einer Magnetresonanz-Mammographie ist ein winziger Tumor in der Brust einer Patientin zu sehen. Quelle: Jan-Peter Kasper/zb/dpa
Celle

"Eine Behandlung psychischer Erkrankungen durch körperliche Eingriffe komme grundsätzlich nicht in Betracht, betonte der 16. Senat", sagte der LSG-Sprecher. Eine nachhaltige Therapie sei allein auf psychotherapeutischem Wege möglich, begründeten die Richter ihr Urteil. Eine Revision wurde nicht zugelassen (AZ: L 16 KR 73/19).

Lesen Sie auch: Der „Jolie-Effekt“

Frau hatte wegen Angstzuständen geklagt

Geklagt hatte eine 45-Jährige aus der Nähe von Bremen. Sie hatte wiederholt gutartige Knoten in der Brust, sogenannte Fibroadenome. Außerdem litt sie an Depressionen und Angstzuständen. Die Unsicherheit könne sie auf Dauer nicht ertragen, argumentierte die Frau. Sie habe eine ausgeprägte Krebsangst – von Medizinern Karzinophobie genannt – und komme nicht zur Ruhe.

Lesen Sie auch: Auch Popstar Anastacia ließ sich Brüste amputieren

Psychischer Leidensdruck nicht entscheidend

Eine operative Entfernung der Brust lehnte die Kasse ab und bekam von den Richtern in Celle wie zuvor vom Sozialgericht Stade Recht. Der psychische Leidensdruck sei nicht entscheidend, weil er nach höchstrichterlicher Rechtsprechung in erster Linie psychotherapeutisch zu behandeln sei und keine Operation rechtfertige, hieß es. Diese komme bei einer bösartigen Erkrankung oder einer genetischen Vorbelastung in Betracht, das hatten die Gutachter aber verneint.

Lesen Sie auch: Skandal um Billigsilikon versetzt Frauen in Krebsangst

RND/dpa

Häufig klagen Menschen, dass sie im Alter an Gewicht zulegen - obwohl sie weniger essen. Schwedische Forscher liefern nun eine mögliche Erklärung für das Phänomen. Im Alter erlahmt der Fettstoffwechsel und gespeichertes Fett wird schlechter abgebaut.

15.09.2019

Millionen Menschen kommen jedes Jahr durch fehlerhafte medizinische Behandlung ums Leben, so die WHO. Manche Patienten bekämen eine falsche Diagnose oder falsche Medikamente oder infizierten sich während der Behandlung. Auch Amputationen falscher Gliedmaßen oder Hirnoperationen auf der falschen Seite des Kopfes kämen vor.

15.09.2019

Das Umweltbundesamt und das Robert-Koch-Institut haben Urinproben von 2.500 Kindern zwischen drei und 17 Jahren ausgewertet. Fast alle trugen Rückstände von Plastikinhaltsstoffen im Körper. Eine mögliche Quelle haben die Forscher auch schon ausgemacht.

14.09.2019