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Aktuelles Amazon und Co: Geld nie direkt an den Händler überweisen
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Betrüger auf Amazon entlarven

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18:17 07.10.2020
Wer sich vor Betrügern schützen will, sollte nur auf die gewohnte Kaufabwicklung bei Amazon zurückgreifen. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
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Wien

Betrüger gibt es überall: Wer auf einer Händler-Plattform wie Amazon einkauft, sollte stutzig werden, wenn ein Verkäufer in seinem Profil dort Kunden dazu auffordert, ihm direkt eine E-Mail zu schicken.

Dies sei ein klarer Hinweis, dass der Händler nicht seriös ist, warnt die österreichische Plattform " Watchlist Internet". Denn auf Amazon bieten zwar auch unabhängige Händler ihre Waren an. Dennoch läuft die Abwicklung eines Geschäfts - also die Bestellung und die Bezahlung - normalerweise vollständig über die Plattform ab.

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Am Ende gibt es keine Ware

Doch teils schalten sich Betrüger dazwischen und versuchen, Kunden außerhalb der Plattform Waren anzubieten. Oft beginnt es nach Angaben von "Watchlist Internet" mit der Bitte, sich vor der Bestellung für weitere Details per Mail an den Verkäufer zu wenden - und am Ende geht es dann darum, das Geld direkt zu überweisen. Wer sich darauf einlässt, habe es in der Regel mit Fake-Verkäufern zu tun.

Kriminelle hacken immer wieder solche Marketplace-Accounts, schreibt "Watchlist Internet". Sie bieten dort Waren besonders billig an, kassieren das Geld - aber liefern am Ende keine Ware.

Die eigentlichen Inhaber des Accounts bemerkten den Missbrauch häufig zu spät - und der Schaden ist für den tatsächlichen Händler oft groß, aber auch für die betrogenen Kunden. Wer sich schützen will, verlässt also am besten nicht die gewohnten Wege bei der Verkaufsabwicklung.

Mit diesen Hinweisen entlarven Sie Betrüger

Wer sich unsicher ist, findet auf der Amazon-Seite Hinweise zum Verkäufer - bei der Smartphone-Version unter dem "Jetzt kaufen"-Button und am Desktop in der rechten Spalte der Produktseite.

Weitere Hinweise auf Betrug können beispielsweise sein, wenn die Zahl der Produkte unrealistisch hoch ist, Firmenname und Waren nicht zusammenpassen oder es widersprüchliche Angaben bei der Produktbeschreibung gibt.

Auch Amazon kennt das Problem und informiert auf seiner Seite Kunden dazu, wie Marketplace-Verkäufe ablaufen, damit diese sicher bestellen können. Auch Amazon rät, Geld nie direkt an Marketplace-Verkäufer zu überweisen - und wer von einem Verkäufer dazu aufgefordert wird, solle den Vorfall dem Kundenservice melden. Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass Marketplace-Verkäufer nie Zahlungsdaten von Kunden erhalten, sondern Amazon immer nur die Zahlungen weiterleitet.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-859421/4

dpa