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14:25 04.11.2019
Schaltzentrale im digitalen Zuhause: Der WLAN-Router verbraucht laufend Strom - allerdings taugt nicht jede Einstellung als Sparmaßnahme. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
Berlin

Ein durchschnittlicher WLAN-Router verbraucht im Leerlauf rund zehn Watt Strom. Das ist der quasi unveränderliche Verbrauch, der im Wesentlichen die Kosten bestimmt, berichtet das "c't"-Fachmagazin (Ausgabe 13/19).

Um diesen Grundverbrauchswert herum gibt es im Betrieb nur wenig Einsparpotenzial. Wer etwa einen Router mit integrierter Funkbasis für Festnetztelefonie (DECT) besitzt, diese aber gar nicht nutzt, kann durch Deaktivieren der DECT-Funktion in den Einstellungen den Stromverbrauch um einige Zehntel Watt reduzieren.

Wie aus weniger Leistung ein höherer Verbrauch wird

Aber lässt sich nicht auch durch das Absenken der WLAN-Sendeleistung in den Einstellungen Energie sparen? Die Antwort lautet in fast allen Fällen nein. Ein Herunterfahren der Leistung reduziere nicht nur die Reichweite, sondern verschlechtere sogar fast immer die Energiebilanz.

Das hängt damit zusammen, dass das Empfängergerät ein schwächeres Signal bekommt, weshalb die Datenrate sinkt und der Durchsatz derselben Datenmenge länger braucht. Unterm Strich muss der Router so häufiger senden und verbraucht mehr Strom.

Einzige Ausnahme: Ein Reduzieren der WLAN-Sendeleistung kann sinnvoll sein, wenn sich der gesamte Funkverkehr immer nur in dem Raum abspielt, wo auch der Router steht. Dieses Szenario dürfte aber die Ausnahme sein.

Kein Netzwerkkabel, kein Verbrauch

Und wie sieht es beim kabelgebundenen Netzwerk aus? Ein Zurückschalten der LAN-Geschwindigkeit von Gigabit- auf Fast-Ethernet in den Router-Einstellungen lohnt erst dann, wenn nur ein Gerät angeschlossen ist, das nie mehr als 100 MBit/s benötigt, haben die Experten ermittelt. Das kann etwa bei einem Smart-TV der Fall sein.

Denn aktuell nutze kein Streamingdienst 100 MBit/s Datendurchsatz auch nur annähernd aus. Das Zurückschalten bringt aber ohnehin nur dann eine Einsparung, wenn der Port aktiv ist. Steckt kein Kabel in der Buchse, schlummert die Schnittstelle im Ruhezustand.

Unnötige Geräte ausmustern

Wer über das gesamte Netzwerk hinweg sparen möchte, sollte unnötige Hardware identifizieren. Etwa einen aktiven LAN-Verteiler (Switch), in dem nur zwei Kabel stecken. Dieser ließe sich durch eine passive LAN-Doppelbuchse (RJ45-Kupplung) ersetzen, die keinen Strom verbraucht.

Das Abschalten der LED-Leuchten am Test-Router brachte übrigens ebenso wenig einen Stromspar-Effekt wie das Zurückschalten der USB-Ports von Schnittstellen-Version 3.0 auf 2.0.

dpa

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