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13:52 12.08.2019
Schwarze Katzen bringen Unglück? So ein Quatsch. Egal welche Farbe sie haben, Katzen machen glücklich. Quelle: Anne Meyer

Der Weltkatzentag wird heutzutage von Katzenfreunden zudem genutzt, um ihre Katzenliebe mit anderen zu feiern. Auch Deutschlands beliebtestes Haustier ist und bleibt die Katze. Laut dem Industrieverband Heimtierbedarf leben insgesamt 14,8 Millionen Samtpfoten in deutschen Haushalten. Die Welt der Katzen besteht neben ungefähr 40 Rassekatzen aus etwa 41 wilden Arten.

Gegliedert werden Katzen in drei Gruppen:

  • Kleinkatzen – dazu gehören Hauskatze, Puma, Ozelot oder Luchs
  • Großkatzen – dazu gehören Löwe, Tiger, Leopard oder Jaguar
  • und die Extragruppe der Geparden.
Geparde leben in den Savannen, Steppen und Halbwüsten Südafrikas - und in Zoos. Auch im Leipziger Zoo gibt es seit einigen Jahren wieder Geparde. Quelle: pixabay / Glavo

Warum sind Katzen so beliebt?

Warum Katzen so beliebt sind, hat viele Gründe. Ganz bestimmt deshalb, weil sie vergleichsweise pflegeleicht und von Haus aus reinlich sind. „Aber auch ihre Beziehungen und Bindungen spielen eine wichtige Rolle“, sagt Kathrin Fichtel vom Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft.  Was sie damit meint? Im Zusammenleben mit den Vierbeinern gibt es ganz innige Momente mit Schmusen und Kuscheln, auf der anderen Seite aber auch Zeiten, in denen die Katze ihren eigenen Kopf hat und eigene Wege geht. Sprich: Die Katze ähnelt im Wesen dem eines Menschen, auch was die Beziehung zwischen den Menschen angeht.

Katze + Mensch = Freunde fürs Leben Quelle: pixaybay / olichel

Katzen machen glücklich

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gesundheit: Studien haben bewiesen, dass Katzen den Stresspegel ihrer Besitzer senken. Durch das Streicheln werden vermehrt Glückshormone ausgeschüttet und das Schnurren verstärkt den Entspannungseffekt. Und für euch Kinder ist die Katze Spielkamerad und Seelentröster zugleich. Ihr lernt aber auch Verantwortung zu übernehmen und die Bedürfnisse der Katze zu respektieren.

Fakten

  • Eine Katze verliert im Leben ungefähr sieben Kilo Haare – aneinandergereiht wären das mehr als 1065 Kilometer.
  • Eine Katze verbringt gut drei Stunden täglich mit ihrer Körperpflege. Die Zunge ist dabei Waschlappen und Haarbürste zugleich.
  • 110 bis 140 Schläge pro Minute macht das Herz einer Katze - das sind doppelt so viele wie beim Menschen.
  • Katzen können bis zu 50 Stundenkilometer schnell laufen.
Katzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag, also rund 70 Prozent ihres Lebens. - Allerdings sind sie selten im Tiefschlaf, sondern eher im Hab-Acht-Modus, so dass sie beim kleinsten Geräusch die Augen öffnen und die Lage checken. Quelle: pixaybay / KatinkavomWolfenmond
  • Der Nasenabdruck einer jeden Katze ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck.
  • Katzen schnurren etwa 1500 Mal pro Minute. Das gleichmäßig brummende Geräusch hat aber auch eine heilende Wirkung auf ihre Knochen. So heilen Knochenbrüche bei Katzen deutlich schneller als bei anderen Säugetieren.
  • Katzen haben ein breiteres Sichtfeld, etwa 200 Grad im Vergleich zum 180-Grad-Blick des Menschen.
  • Das Katzenskelett ist viel biegsamer als das des Menschen und besteht aus etwa 240 Knochen, der Mensch besitzt 204.
  • Katzen miauen nur bei Menschen. Die Kommunikation mit ihren Artgenossen erfolgt über die Körpersprache.
    Katzen schwitzen durch ihre Pfoten, die sogenannten Schweißdrüsen sitzen an der Unterseite der Pfoten. Außerdem leiten sie auch über ihre Ohren überschüssige Körperwärme ab. Quelle: pixabay / robert2302
  • Katzen können dreimal besser hören als wir Menschen und erfassen Geräusche sogar zehnmal schneller als Hunde. Sie können auch Geräusche im Ultraschallbereich hören – also alles über die menschliche Wahrnehmungsgrenze hinaus. In diesem Bereich machen nämlich ihre Beutetiere, die Mäuse, Geräusche.
  • Eine Katze kann aus dem Stand bis zu zwei oder gar drei Meter hoch springen – das entspricht ihrer sechsfachen Körpergröße.

Über den Tellerand

Katzen erfreuen sich überall auf der Welt großer Beliebtheit. In sozialen Netzwerken haben sie sogar ein eigenes Hashtag. Unter #catcontent teilen viele Menschen Bilder, Videos und Geschichten von ihren Samtpfoten.

Beliebt waren Katzen aber auch vor dreitausend Jahren schon. Im Alten Ägypten wurde eine Göttin namens Bastet verehrt, die wie eine Katze oder Frau mit Katzenkopf dargestellt wurde. In den Pyramiden, den Grabmälern der Pharaonen, wurden sogar Katzenmumien als Grabbeigaben gefunden. Die Katzen sollten die Herrscher auch im Leben nach dem Tod begleiten.

In Japan, China und anderen asiatischen Ländern ist die "Winkekatze", Maneki-neko, als Glückssymbol allgegenwärtig. Inzwischen ist die freundlich mit einer Pfote winkende Katzenfigur auf der ganzen Welt verbreitet. Bestimmt habt ihr sie schon einmal gesehen.

Maneki-neko - die glücksbringende Winkekatze - gibt es in den verschiedensten Größen und Farben. Quelle: pixabay / Emanuel Golabiewski

Ebenfalls in Japan wurden vor einigen Jahren die ersten Katzencafés eröffnet. Da viele Menschen sich kein eigenes Haustier halten können, haben sie in diesen Cafés die Möglichkeit bei einem Kaffee oder Tee die Gesellschaft von Katzen zu genießen. In Leipzig gibt es inzwischen auch ein solches Café, den Katzentempel.

Auch in der Kunst und der Populärkultur haben Katzen einen festen Platz: Sie werden besungen ("Guck die Katze tanzt für sich allein, tanzt auf einem Bein"), sind Hauptdarsteller in Serien ("Garfield"), Filmen ("Bob, der Streuner") und Büchern ("Warrior Cats"). Mit "Cats" haben sie sogar ein eigenes Musical.

Natürlich haben auch viele Künstler, zum Beispiel der Maler Franz Marc, Katzen porträtiert.

Franz Marc: Mädchen mit Katze II, 1912. Quelle: pixabay / Joseph Harrison

Die russische Künstlerin Svetlana Petrova geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie "ergänzt" berühmte Kunstwerke um ihren dicken roten Kater "Zarathustra". Dafür bearbeitet sie Fotos bekannter Gemälde so, dass es aussieht, als sei der Kater schon immer Teil des Bildes. "Zarathustra" sitzt also auf dem Schoß der "Mona Lisa", kuschelt neben Dürers "Hasen" oder schwebt statt der Sterne am Himmel von Van Goghs "Sternennacht". Wie täuschend echt das aussieht und welche skurrilen und lustigen Situationen Petrova damit erschafft, das könnt ihr euch auf Fat Cat Art anschauen. Dort gibt es natürlich auch die Werke im Original zu sehen. Welche Variante gefällt euch besser?

Von Nannette Hoffmann

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