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Für Kinder Ein Land, das es nicht mehr gibt
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16:37 08.10.2019
Bis 1989 gab es zwei deutsche Länder. Auch wenn es die DDR nicht mehr gibt, findest du bestimmt noch viele Spuren dieses Landes. Schnatterinchen, die Ente, und Pittiplatsch, der Kobold, zum Beispiel treten bis heute im Fernsehen auf. Einen Trabi sieht man jedoch nur noch sehr selten auf der Straße. Quelle: freepik, Anne Bittner

In diesem Herbst feiern wir, dass die Mauer in Berlin vor genau 30 Jahren gefallen ist und mit ihr die Grenze, die die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik getrennt hat – und sich die beiden Länder zu einem vereinigten. Vorher war Leipzig hinter der Mauer, in der Deutschen Demokratischen Republik. Ein Land, das es nicht mehr gibt. Wir zeigen dir, wie du ein DDR-Forscher werden kannst.

Ein paar Reste der Mauer sind in Berlin noch zu sehen - in Gedenken an die Friedliche Revolution wurde vor einigen Jahren ein Segment der Berliner Mauer auch in Leipzig aufgestellt. Weißt du wo? Quelle: pixabay / moerschy

1. Nachfragen und Ohren spitzen

Kennst du jemanden, der in der DDR gelebt hat? Es muss ein Erwachsener sein, der älter als 30 Jahre ist – vielleicht deine Eltern, Großeltern, Verwandte oder Lehrer. Frag sie mal, ob sie sich noch an ihre eigene Kindheit in der DDR erinnern können und hör gut zu.

Die DDR hatte natürlich eine eigene Flagge, auch wenn diese der BRD-Flagge sehr ähnlich war. Findest du heraus, wofür Hammer, Zirkel und Ährenkranz stehen? Quelle: pixabay / Clker-Free-Vector-Images

Vielleicht erzählen sie dir davon, dass sie Pioniere waren und das Halstuch und Pionierabzeichen getragen haben. Die Pioniere waren die Kinder-Organisation der DDR. Oder sie berichten von Urlaubsfahrten mit dem Trabant, dem typischen Auto. Vielleicht waren sie auch dabei, als Bürger der DDR für Veränderungen in ihrem Land demonstriert haben – was schließlich zu dessen Ende führte.

Nur noch selten sieht man einen Trabant auf Leipzigs Straßen - also halte die Augen offen! Neben dem Trabant, liebevoll Trabi oder "Rennpappe" genannt, gab es weitere Automarken in der DDR. Findest du heraus, welche? Quelle: pixabay / Kira Hoffmann

Lass dir Fotos von früher zeigen, dann bekommst du schon ein gutes Gefühl dafür, wie das Leben in der DDR aussah.

Womit wurde in der DDR eigentlich bezahlt? Und womit in der BRD? Dem Euro? Fehlanzeige. Aber womit dann? Hatte jedes Land eine eigene Währung? Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0424-015, PeerGrimm, CC-BY-SA 3.0

2. Augen auf beim Spaziergang

Wenn du in Leipzig wohnst, hast du als junger DDR-Forscher Glück. Denn hier haben die „Montagsdemonstrationen“ richtig Fahrt aufgenommen. Vor 30 Jahren hatten viele DDR-Bürger genug davon, dass der Staat sie bevormundete und es so viele Verbote gab, dass die Mauer sie „einsperrte“ und sie nicht reisen durften, wohin sie wollten.

Montagsdemonstration um den Leipziger Innenstadtring: Ausschnitt aus dem Film "Fritzi - eine Wendewundergeschichte". Quelle: Weltkino Filmverleih

Um dagegen zu protestieren, liefen Tausende Bürger jeden Montag im Herbst 1989 um den Leipziger Innenstadtring. Wenn du das nächste Mal dort bist, versuche dir vorzustellen, wie die ganze Straße voll war mit Menschen, die demonstrierten und damit das ganze Land veränderten. Weil es dabei keine Gewalt gab und alle friedlich blieben, nennt man das die „Friedliche Revolution“.

Seit 1969 leuchten die Männchen im Osten an Fußgängerampeln. Heute ist das Ost-Ampelmännchen Kult und schmückt alles vom Bleistift bis zum Rucksack - auch eine Ampel in deiner Nähe? Quelle: pixabay / Hans Braxmeier

Aber auch Spuren vom Alltag in der DDR kannst du überall in Leipzig noch finden – du musst nur aufmerksam sein. Das kleine Männchen auf der Ampel? DDR! Die „Pusteblumen“-Springbrunnen auf dem Richard-Wagner-Platz? DDR! Die großen Plattenbauten in einigen Wohngebieten? Auch DDR!

"Pusteblumen"-Springbrunnen Quelle: pixabay / Friedrich München

3. Lesen, Hören und Anschauen

Als DDR-Forscher musst du natürlich alle Quellen nutzen. Darum: Lies Bücher über die Wende und die DDR! Es gibt viele Kinderbücher zu dem Thema.

Aber auch Filme und Fernsehsendungen können dir helfen, die DDR zu entdecken. Wusstest du zum Beispiel, dass Pittiplatsch, Schnatterinchen und das Sandmännchen aus der DDR kommen? Schnatterinchen trat schon 1959 in der Kindersendung „Meister Nadelöhr erzählt Märchen“ auf, 1962 kam Pitti dazu.

Das ist Fritzi im Film "Fritzi - Eine Wendewundergeschichte" - das rote Halstuch und die weiße Bluse trugen in der DDR alle "Jungpioniere". Findest du heraus, was ein "Jungpionier" war? Quelle: Weltkino Filmverleih

Weil wir in diesem Jahr 30 Jahre Friedliche Revolution feiern, kommt Leipzig aus dem Jahr 1989 sogar ins Kino. Der Film „Fritzi – eine Wendewundergeschichte“ zeigt die DDR und die Demonstrationen in Leipzig aus Kindersicht.

Im Film kümmert sich Fritzi um den kleinen Sputnik, den Hund ihrer Freundin Sophie, die über die Sommerferien mit ihrer Mutter nach Ungarn gefahren ist. Zum Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert. Der Film basiert auf der Kinderbuchvorlage „Fritzi war dabei: Eine Wendewundergeschichte“ und ab dem 9. Oktober kannst du ihn im Kino sehen.

Während der Montagsdemonstrationen liefen tausende Menschen über den Leipziger Innenstadtring. Im Film "Fritzi - Eine Wendewundergeschichte" sieht das so aus. Wie sah es vor 30 Jahren wirklich aus? Such doch mal nach Fotos vom Herbst 1989. Quelle: Weltkino Filmverleih

Von Juliane Groh

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