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Für Kinder „Einmal habe ich mitten in der Sendung laut ,Ups!‘ gesagt“ - Gespräch mit Logo-Moderator Sherif
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13:55 04.12.2019
Sherif Rizkallah moderiert die Kindernachrichtensendung "Logo". Quelle: ZDF/Barbara Melzer

Sherif Rizkallah wollte erst Schauspieler, dann Sänger, später Arzt oder Anwalt werden - jetzt moderiert er die Kindernachrichtensendung "Logo" im ZDF. Im Interview mit unserer Redakteurin Nadine Marquardt erzählt er, warum ihm das so viel Spaß macht. 

Wie bist du zu Logo gekommen?

Das ist eine lange Geschichte. Ich komme aus Kairo in Ägypten. Dort bin ich auf eine deutsche Schule gegangen. Ich musste ein Praktikum machen und wollte zum Fernsehen. Das habe ich bei der Nachrichtensendung „heute journal“ beim ZDF gemacht. An meinem ersten Praktikumstag gab es einen Aufstand in Ägypten. Da hat Logo mich gefragt, ob ich in der Sendung ein Interview geben könnte. Wir sind danach in Kontakt geblieben. Dann gab es ein Moderatoren-Casting und ich bin genommen worden. Ich hätte damals nicht gedacht, dass das so kommt. Aber ich bin sehr glücklich darüber.

Hast du als Kind auch schon Logo geschaut?

Ich bin ja in Kairo aufgewachsen. Aber wir hatten den Kika und deswegen konnte ich jeden Abend Logo gucken. Die Sendung hat mich über meine Kindheit begleitet.

Wolltest du schon immer Fernsehmoderator werden?

Meine Mama sagt, dass ich alle zwei Tage etwas anderes werden wollte. Mal Schauspieler, dann Sänger, Arzt und Anwalt. Ich wollte etwas machen, wo jeder Tag anders ist und ich wollte etwas Kreatives machen. Nach dem Praktikum beim ZDF war mir klar, dass ich Lust auf Fernsehen habe.

Sherif beim Moderieren der Sendung "logo". Bildrechte: ZDF

Warst du vor deiner ersten Sendung sehr aufgeregt?

Oh ja, das war ein Tag. Ich war einerseits beruhigt, weil ich wusste, dass die Redaktion klasse ist und dafür sorgt, dass ich gut durchkomme. Aber als es an dem Tag dann später wurde, wurde ich doch nervös. Dann habe ich mich auch noch auf dem Weg zur Maske verlaufen. Aber als ich dann im Studio stand, wurde in mir wie ein Schalter umgelegt. Ich war konzentriert und habe Spaß gehabt.

Ist dir schon mal etwas Peinliches oder Lustiges passiert?

Einmal habe ich mitten in der Sendung nach einem Versprecher laut „Ups!“ gesagt. Das macht man beim Fernsehen nicht und das war mir noch nie passiert. Aber hinterher haben wir alle drüber gelacht.

Was war dein bisher tollstes Erlebnis bei Logo?

Das war die Logo-Tour. Wir sind ja 30 Jahre alt geworden. Im Sommer sind wir 19 Tage lang durch Deutschland gereist und haben aus verschiedenen Orten gesendet. Die Kinder konnten live dabei sein.

Logo feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag. Was glaubst du, warum ist die Sendung so beliebt?

Wir erklären, was auf der Welt passiert, einfach und verständlich, und trotzdem ernst. Wir schaffen es, komplizierte Sachen runterzubrechen, ohne sie zu sehr zu vereinfachen. Die Kinder haben durch uns eine Möglichkeit, sich selbst zu informieren.

In diesem Sommer wurde die Kindernachrichtensendung 30 Jahre alt. Bildrechte: ZDF

Was wünschst du dir für die nächsten 30 Jahre Logo?

Dass wir weiter machen, wie wir sind. Locker und entspannt trotzdem ernst. Dass immer Platz für Kreativität und Neues bleibt. Was ich am allermeisten an Logo liebe, ist der Austausch mit den Kids. Das macht Logo zu dem, was es ist. Und wir nehmen die Kinder und die Themen, die sie beschäftigen, ernst und sprechen mit ihnen auf Augenhöhe.

Was machst du, wenn du nicht bei Logo bist?

Ich lege die Füße hoch. Bis Ende Juli habe ich noch studiert und meine Abschlussarbeit geschrieben. Jetzt kann ich entspannen und einen chilligen Tag haben.

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