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Für Kinder Fragen und Antworten rund um das Goldene Buch der Stadt Leipzig
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12:14 03.05.2019
Magdalena Grams ist für das Goldene Buch der Stadt Leipzig verantwortlich und beantwortete unsere Fragen. Quelle: André Kempner

Ist das Goldene Buch wirklich golden?
Jein! Nur die oberen Kanten der Buchseiten sind mit einer goldenen Schmuckfarbe versehen. Guckt man also von oben auf das zugeschlagene Buch, schimmert es golden. Eigentlich sagt man aber Goldenes Buch, weil es im inhaltlichen Sinne Gold wert ist. Es zeigt, dass die wichtigen Leute neben Berlin, Hamburg oder München auch zu uns nach Leipzig kommen.

Wer darf sich eintragen?
Nur hochrangiger Besuch. Die Regel besagt: vom Botschafter aufwärts. Gemeint sind Minister, Regierungschefs oder Mitglieder von Königshäusern – wie Prinz Charles und seine Ehefrau Camilla. VIPs wie Sportlern oder Musikern bleibt das verwehrt. Ausnahmen: Ehemalige Leipziger jüdischer Herkunft oder Olympiateilnehmer aus Leipzig, die unsere Stadt in der ganzen Welt repräsentieren.

Im Februar 2017 hat sich das niederländische Königspaar Maxima und Willem-Alexander in das Goldene Buch der Stadt Leipzig eingetragen. Quelle: Dirk Knofe

Wer hat sich schon eingetragen?
Die Liste ist lang, immerhin ist es nicht das erste Goldene Buch. Unter ihnen sind natürlich ehemalige Bundespräsidenten wie Horst Köhler oder Joachim Gauck. Erst im März trugen sich der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender ein. Schaut man auf die königlichen Gäste: Königin Silvia und König Carl Gustaf aus Schweden gehören ebenso zu den Unterzeichnern wie das niederländische Königspaar Máxima und Willem-Alexander.

Wie viele Goldene Bücher gibt es in Leipzig?
Momentan haben wir das sechste Goldene Buch. Die ersten vier lagern im Stadtarchiv, die beiden letzten im Stadtgeschichtlichen Museum. Ein Goldenes Buch hält zwischen vier und sechs Jahren –  je nachdem wie viel Besuch kommt.

Wie oft darf man sich  eintragen?
Je Buch nur einmal. Es sei denn, die Person kommt in einer anderen Funktion. Wie zum Beispiel bei Hans-Dietrich Genscher. Er steht zweimal in einem Buch – einmal als Bundesminister und später als Träger der Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig.

Was schreibt man da rein?
Es gibt eine feste Struktur, die eingehalten werden muss. So stehen auf der linken Seite der Anlass, der Gast und das Datum – das wird von einem Grafiker in leserlicher Schönschrift gemacht. Die rechte Seite ist der Unterschrift des Gastes vorbehalten. Ob der nur mit seinem Namen unterschreibt, etwas zeichnet oder noch etwas über seinen Besuch schreibt, ist ihm überlassen.

In das Goldene Buch der Stadt Leipzig dürfen sich nur hochrangige Personen eintragen. Quelle: André Kempner

Muss der Oberbürgermeister immer dabei sein?
Prinzipiell ja. Nur in Ausnahmefällen übernimmt der erste Bürgermeister. Also, wenn Burkhard Jung ganz kurzfristig krank werden würde und der Termin nicht mehr verschoben werden kann.

Wo findet das Ganze statt?
Zu 90 Prozent im Protokollzimmer oder im Ratsplenarsaal im Neuen Rathaus, zu zehn im Festsaal des Alten Rathauses. So wird es auch bei Prinz Charles und Camilla sein. Denn zwischen Besuchen in der Thomas- und Nikolaikirche ist der Weg zurück zum Neuen Rathaus zu weit. Meistens ist auch die Presse dabei. Deswegen steht im Protokollzimmer ein kleiner Hocker unterm Pult. Auf ihn können Gäste steigen, die etwas kleiner sind als Burkhard Jung. So kommen sie auf Augenhöhe mit dem Oberbürgermeister. Das sieht auf Fotos schöner aus.

Darf Prinz Charles seinen eigenen Kugelschreiber mitbringen?
Eigentlich werden spezielle Stifte verwendet, die auf dem 300 Gramm starken Büttenpapier schreiben. Es ist kein Zwang, diese auch zu verwenden. Wenn der britische Thronfolger lieber seinen eigenen Kuli verwenden möchte, geht das natürlich auch.

Kann man so ein Buch überall kaufen?
Meist handelt es sich um Spezialanfertigungen – wie beim Leipziger Buch. Unter Leitung von Bettina Wija-Stein von der Hochschule für Grafik und Buchkunst haben es Studenten angefertigt. Das Vorgängerbuch haben übrigens ihre Eltern hergestellt.

Interview: Uta Zangemeister

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