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Für Kinder Kaugummi ist seit 150 Jahren in (fast) aller Munde: ein Mythen-Check
Mehr Schlingel & Familie Für Kinder Kaugummi ist seit 150 Jahren in (fast) aller Munde: ein Mythen-Check
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17:17 10.09.2019
Blasen mit Kaugummi zu machen, ist gar nicht so leicht. Könnt ihr es? Wie groß war die größte Kaugummiblase, die ihr mal geschafft habt? Quelle: Freepik / Javier Isorna

Es heißt DER Kaugummi – oder doch DAS?

Ein Blick in das Rechtschreibewörterbuch Duden verrät: Beide Varianten sind korrekt. Ob man der oder das Kaugummi sagt, ist reine Geschmackssache.

Kaugummi kauen ersetzen das Zähneputzen.

Stimmt (leider) nicht. Ums gründliche Zähneputzen kommt keiner drum herum, da sind sich die Zahnärzte einig. Das Kauen zuckerfreier Kaugummis kann die Mundhygiene aber unterstützen, weil die Speichelproduktion angeregt wird. Und das hilft, Karies vorzubeugen. Denn unser Speichel wirkt antibakteriell und neutralisiert schädliche Säuren, so dass der Zahnschmelz – das Schutzschild unserer Zähne – intakt bleibt. Für unterwegs oder zwischendurch sind Zahnpflegekaugummis daher durchaus sinnvoll. Außerdem sorgen sie schnell für frischen Atem.

Kaugummi auf den Boden spucken ist verboten.

Stimmt. Wer seinen Kaugummi nicht im Mülleimer entsorgt, sondern ihn einfach auf den Boden spuckt und dabei erwischt wird, riskiert in immer mehr deutschen Städten ein Bußgeld. Wie hoch das ausfällt, hängt davon ab, wo man wohnt. Denn die Kommunen legen die Preise für solche Ordnungswidrigkeiten selbst fest. Die Hauptstadt Berlin ahndet das Kavaliersdelikt künftig mit bis zu 120 Euro. In Leipzig fällt die Strafe milder aus. Laut Bußgeldkatalog Umweltschutz des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft werden für solche Abfälle in der Regel zwischen 10 und 50 Euro fällig. Schließlich sehen ausgespuckte Kaugummis auf dem Gehweg unschön aus und es dauert Jahre bis sie zerfallen. Reinigungskräfte stellt das vor Probleme, denn mit Fegen und Bürsten kommen sie hier nicht weit. Die Leipziger Stadtreinigung gibt auf Nachfrage an, dass beim Reinigen der Straßen keine explizite Entfernung von Kaugummis erfolgt.

Ist das eklig! Wer schon mal in einen frisch ausgespuckten Kaugummi getreten ist, weiß wie schwierig der wieder vom Schuh zu entfernen ist - was so schlecht wie aus Haaren. Quelle: pixabay / Ryan Mc Guire

Bei Kaugummi im Haar hilft nur noch die Schere.

Jein. Kaugummi im Haar ist eine mittlere Katastrophe. Doch bevor die Schere zum Einsatz kommen muss, lohnt zumindest der Versuch, ihn mit Fett zu lösen. Öl, Butter oder Creme sorgen dafür, dass der Kaugummi nicht mehr klebt. Im besten Fall lässt er sich dann vorsichtig herausziehen. Auch Eiswürfel können helfen. Eiskalter Kaugummi lässt sich nämlich gut zerbröseln.

Heruntergeschluckte Kaugummis verkleben den Magen.

Stimmt nicht. Das Gerücht hält sich zwar hartnäckig, aber Experten beruhigen: Kaugummis an sich sind nicht schädlich. Wer einen aus Versehen verschluckt, muss nicht gleich zum Arzt. Da die Kaumasse unverdaulich ist, wird sie einfach wieder ausgeschieden. Und weil es in unserem Verdauungssystem überall feucht ist, bleibt im Normalfall auch nichts kleben.

Kaugummis gibt es in allen möglichen Farben und Formen. Besonders große und harte Kaugummis werden "Kieferbrecher" genannt, weil man sie am Anfang kaum kauen kann. Quelle: Freepik / luis_molinero

Kaugummis wirken abführend.

Stimmt. Auf Verpackungen findet man oft den Hinweis, dass Kaugummis bei übermäßigem Verzehr abführend wirken können. Das liegt an den enthaltenen Zuckerersatzstoffen wie zum Beispiel dem Süßstoff Sorbit. Ein Zuviel kann Magenkrämpfe, Blähungen und Durchfall verursachen. Deshalb ist es besser, nicht zu viele Kaugummis auf einmal zu kauen. Das heißt nicht mehr als zwei Stück pro Tag, sonst können Beschwerden auftreten.

Kaugummi kauen verbessert die Konzentration.

Stimmt. Dass Kaugummi kauen die Aufmerksamkeit positiv beeinflusst, konnten Forscher sicher belegen. Das liegt daran, dass das Gehirn besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wenn die Kaumuskulatur arbeitet. Im Mundraum befinden sich weiterhin sehr viele Nervenzellen – deren Reizung regt das Gehirn ebenfalls an. Trotzdem sind Kaugummis in der Schule meistens verboten.

Von Constanze Dietsch

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