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Für Kinder Pflanze mit Sprengstoff - das drüsige Springkraut
Mehr Schlingel & Familie Für Kinder Pflanze mit Sprengstoff - das drüsige Springkraut
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09:43 31.05.2019
Das Drüsige Springkraut - eine Pflanze mit hoher Sprengkraft. Quelle: PF

Steffen Wagner, Organisator der Ortsgruppe Plaußig/Portitz im NABU Leipzig, hat spannende Infos.

Was ist das Drüsige Springkraut?

Das Drüsige Springkraut ist eine Pflanze, die nur einmal im Jahr blüht – und zwar von Juli bis August. Sie kann bis zu 2,5 Meter groß werden. Die Blüten sind purpurrot, rosa oder weiß, duftend und stehen aufrecht. Man findet sie vorwiegend an Bach­ und Flussufern. Die Pflanze stammt aus dem Himalaya und wurde erstmals 1839 nach Europa (England) gebracht.

Warum sprengen sich die Blüten in die Luft?

Die Samen der Pflanze reifen von August bis September. In den sogenannten Fruchtkapseln der Blüte sammelt sich ganz viel Zellsaft an und damit entsteht Druck. Dieser Druck reißt bei der kleinsten Berührung die Kapseln förmlich auf und der darin enthaltene Samen wird durch die Luft weg gesprengt. Bis zu sieben Meter weit fliegen dann die Samen. Das ist clever, denn die Samen landen dann in immer weiterem Abstand und die Pflanze kann sich so immer weiter ausbreiten.

Was passiert, wenn eine Biene die Blüte berührt – wird die dann auch in die Luft gesprengt?

Für Bienen besteht keine Gefahr: Sie fliegen nur beim Bestäuben zu den Blüten, wenn sich noch keine Samenkapseln gebildet haben.

Ist Springkraut gut oder böse?

Alle Wildpflanzen sind grundsätzlich nützlich, sie dienen oft als Heilpflanzen. Die Samen, die ähnlich wie Nüsse schmecken, können gegessen werden. Die frischen grünen Blätter sind leicht giftig und sollten gekocht werden, dann kann man sie als Tee trinken. Kühe und Hirsche fressen das Springkraut sehr gern. Trotzdem ist es auch lästig: Weil es ursprünglich aus Südasien stammt, hat es hier keine natürlich Feinde. Und weil es sich so schnell ausbreitet – es kann übrigens auch tagelang im Wasser überleben und so weitergetragen werden – kann es andere, einheimische Pflanzen verdrängen und deren Lebensräume bedrohen.

Ist das Drüsige Springkraut die einzige Pflanze mit Sprengstoff?

Nein, es gibt noch andere „Sprengpflanzen“, die sogenannten Saftdruckstreuer. Dazu gehören zum Beispiel die Spritzgurke (hier fliegen die Samen zusammen mit einer wässrigen, schleimigen Flüssigkeit und hoher Geschwindigkeit bis zu zehn Meter weit) oder das Wiesenschaumkraut (aus den Schoten wird der Samen zwei Meter weit geschleudert).

Selbst in der Erde zu buddeln und zu sehen, wie etwas wächst, macht Freude. Und jetzt, wo die Temperaturen steigen und sich die Sonne öfter blicken lässt, ist ein guter Zeitpunkt, Obst und Gemüse sowie Kräuter und Blumen auf das Beet oder in den Topf zu pflanzen. Das ist auch gar nicht so schwer.

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