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Ratgeber Wir bleiben in Kontakt - Soziale Netzwerke für Senioren
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05:02 29.03.2019
Das Tor zur Welt: Auch mit einem Smartphone können Ältere in sozialen Netzwerken surfen - und so zum Beispiel mit Kindern und Enkeln kommunizieren. Facebook: Christin Klose/dpa-tmn Quelle: Christin Klose
Bonn

Für junge Leute sind soziale Netzwerke so selbstverständlich wie Essen und Schule: 98 Prozent von ihnen sind dort aktiv, wie eine

Studie von Bitkom Research zeigt. Und was ist mit den Älteren über 65?

Bei denen sind es zwar nicht alle - mit 65 Prozent aber doch jede Menge. Und bei Kurznachrichten- oder Messenger-Diensten haben sich sogar 70 Prozent von ihnen angemeldet.

Warum scheuen manche Ältere den Gang ins Netz? Zwei Gründe dafür seien Sicherheitsbedenken und Zugangsschwierigkeiten, sagt Nicola Röhricht. Sie ist Referentin für Digitalisierung und Bildung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (

BAGSO). "Viele Ältere haben Angst und fragen sich: Schaffe ich das überhaupt?"

Internet erschließt sich manchen nicht sofort

Oft fehlt es auch schlicht an Unterstützung. Denn die Netzwerke erschließen sich vielen älteren Nutzern nicht von selbst. "Außerdem wird der Nutzen von sozialen Netzwerken häufig nicht gesehen", sagt Röhricht.

Wer sich nicht allein an die Anmeldung in sozialen Netzwerke herantraut, kann Freunde und Familie um Hilfe bitten. Alternativ gibt es Computer-Gruppen und andere Veranstaltungen von

Seniorenbüros. "Ältere lernen gut voneinander", sagt Röhricht. Denn sie können sehr gut einschätzen, wo die Schwierigkeiten des gleichaltrigen Einsteigers liegen - etwa bei Anglizismen.

Bei der Gelegenheit können Senioren auch lernen, wie man Messenger und soziale Netzwerke sicher nutzt. Allgemeine Tipps dafür, rund um sichere Passwörter und Verbindungen etwa, gibt es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (

BSI).

Achten Sie auf Ihre Daten

Dazu gibt es in sozialen Netzwerken aber noch einiges mehr zu beachten - für Ältere genau wie für Teenager. "Wer sich bei Online-Diensten anmeldet, sollte wenn möglich nicht alle abgefragten Daten preisgeben", sagt Esther Jontofsoh-Birnbaum von der Verbraucherzentrale Bayern. "Als Faustregel empfehlen wir Verbrauchern, bei jeder Veröffentlichung zu überlegen, ob sie die Info auch laut durch einen Bus rufen würden."

Wer eine Freundschaftsanfrage von jemandem bekommt, mit dem er eigentlich bereits befreundet ist, sollte diese nicht annehmen. "Das Profil des Freundes wurde dann wahrscheinlich kopiert", sagt sie. Eine weitere Gefahr sind sogenannte Love-Scammer: Sie bauen etwa durch romantische Nachrichten und Telefonate Vertrauen zu Betroffenen auf - und fragen dann plötzlich nach Geld.

Eine weitere Gefahr in den sozialen Netzwerken sind Falschmeldungen. Diese sogenannten Fake News verbreiten sich dort besonders schnell, und sind oft nicht sofort als solche zu erkennen. Die

Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt Nutzern deshalb, im Internet immer skeptisch zu bleiben - bei aller Begeisterung für die Möglichkeiten.

dpa

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