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Deine Werbetafel: So wird ein überzeugendes Anschreiben formuliert

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AZUBIS gesucht! - Dein Wegweiser zur Berufswahl
14:40 29.10.2020
Mit dem Anschreiben rückt sich der Bewerber in das beste Licht. Quelle: VIN JD/pixabay.com
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Leipzig

Auch, wenn es dir zunächst so vorkommen mag: Das Anschreiben ist keine Zauberei. Es ist aber der wichtigste Part deiner Bewerbung, denn hier kommst du ganz persönlich zu Wort und kannst für dich werben und deine persönlich Stärken auf den Punkt bringen. Auf (maximal) einer DIN-A4-Seite hast Du also Gelegenheit, deinen zukünftigen Arbeitgeber von deiner Motivation, deinen Qualifikationen und Fähigkeiten zu überzeugen. Was dabei gar nicht genug betont werden kann: Deine Bewerbung muss fehlerfrei sein! Lass sie also am Besten von jemandem lesen und korrigieren, der die Rechtschreibung sehr gut beherrscht.

Ganz genormt: Form nach DIN 5008

Zumindest in der äußeren Form kannst du es die etwas einfacher machen – mit DIN 5008. Dahinter steckt eine einheitliche Regelung für dein Bewerbungsschreiben: Eine Bewerbung nach DIN 5008 entspricht der Standard-Norm. Sie gibt dir eine Struktur: Seitenränder, Textausrichtung, Abstände und Absätze, Leerzeilen und Hervorhebungen sind vorgegeben. Festgelegt wurde sie vom Deutschen Institut für Normung.

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Manche Arbeitgeber wünschen explizit ein Bewerbungsschreiben nach dieser Norm. So wird im juristischen oder kaufmännischen Bereich auch im Alltag mit DIN 5008 gearbeitet, beispielsweise wenn es darum geht, Geschäftsbriefe aufzusetzen. Wenn du im Internet „Bewerbung DIN 5008“ suchst, solltest du recht schnell Muster finden, die du benutzen kannst.

Ganz individuell: Der Inhalt des Anschreibens

Die Form kannst du vielleicht aus dem Internet ziehen, aber für den Inhalt deiner Bewerbung gilt: Abschreiben verboten! Das perfekte Anschreiben für alle Fälle gibt es nicht – auch, wenn einige Internetseiten dir das weismachen wollen. Besser ist es in jedem Fall, dem Bewerbungsanschreiben deine eigene Note zu geben. Es geht ja schließlich um dich.

Denn es geht ja um dich. Den meisten Menschen fällt es nicht leicht, sich selbst darzustellen. Genau das wird aber hier verlangt. Mit einem guten Anschreiben zeigst Du dem Arbeitgeber, dass Du der Richtige für den Ausbildungsplatz bist. Nutze deine Plattform, aber trage dabei nicht zu dick auf. Behauptungen solltest Du immer mit Beispielen belegen können – wer zum Beispiel Sport in einer Mannschaft betreibt, könnte mit diesem Hobby seine Teamfähigkeit belegen.

Frage dich, warum du genau diese Ausbildung machen möchtest – und nimm deine Gründe in das Anschreiben auf. Was interessiert dich daran besonders? Warum glaubst du, dass du in dieser Ausbildung genau richtig bist? Du kannst damit dem Personaler hier zeigen, dass du zu dem Job passt und hoch motiviert bist.

Recruiterin Heidrun Meder empfiehlt:

Bezugnehmend auf Ihre Anzeige… bla bla bla. Sollte ein spannender Roman so beginnen? Nein! Deine Bewerbung auch nicht. Denn du bist einzig- artig und kannst Dinge, die andere nicht können. Dein Ziel ist es, zum Gespräch eingeladen zu werden. Neben kompetenten, sinnreichen, motivierenden Sätzen, sind folgende Punkte sehr wichtig: eine klare Struktur, korrekte Rechtschreibung und Grammatik, Blocksatz, keine Wiederholung des Lebenslaufs, klare Motivation.

Von Juliane Groh