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Vorstellen 10 ungewöhnlich gute Fragen und was Arbeitgeber mit ihnen bezwecken
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10 ungewöhnlich gute Fragen im Vorstellungsgespräch und was Arbeitgeber damit herausfinden wollen

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AZUBIS gesucht! - Dein Wegweiser zur Berufswahl
11:47 04.11.2020
Vorstellungsgespräche machen viele Menschen nervös. Mit guter Vorbereitung und Übung nimmt die Nervosität ab. Quelle: Tima Miroshnichenko / pexels
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Leipzig

Wenn du in deinem Vorstellungsgespräch bist, kann es sein, dass der Interviewer spannende Fragen stellt, die du noch nicht kennst bzw. noch nie gehört hast. Damit du gut gerüstet bist, haben wir sie hier einmal für dich aufgelistet.

Zu den Fragen selbst findest du eine Erklärung, was der Interviewer damit bezwecken oder herausfinden möchte.

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Lass dich darauf ein. Sei mutig und ehrlich. Verstecke dich nicht hinter belanglosen oder gelernten Sätzen. Dein Gesprächspartner merkt so etwas sehr schnell. Sei einfach du selbst. Denn DICH möchte dein möglicher Ausbildungsbetrieb ja auch kennenlernen.

1. Hast du jemals einem Klassenkameraden oder Freund geholfen, ein Ziel zu erreichen, obwohl du selbst keinen Vorteil daraus ziehen konntest?

Einem anderen Menschen Erfolg zu vergönnen, ist längst nicht selbstverständlich. Diese Frage verrät viel darüber, ob der Bewerber ein Teamplayer ist, und selbstständig und kreativ an Probleme herangeht.

2. Was müssen Ausbildung und Unternehmen für dich beinhalten, damit du diese Position als interessante Chance siehst?

Kandidat und Unternehmen müssen auf vielen Leveln zusammenpassen. Team, Aufstiegsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten: Mit dieser Frage können Sie herausfinden, wie der Bewerber seine Prioritäten setzt und worauf er Wert legt.

3. Tust du etwas gerne, obwohl du schlecht darin bist? Und gibt es etwas, das du nicht gerne machst, obwohl du es gut kannst?

Eine interessante Abwandlung der Stärken-Schwächen-Frage. Da wir Menschen uns selbst in diese zwei Kategorien einteilen und es nicht gewohnt sind, die beiden zu vermischen, ist die Wahrscheinlichkeit für eine ehrliche Antwort groß.

4. Was ist eine Schwäche an der du arbeitest? Was ist eine Schwäche, an der du nicht arbeiten möchtest?

Diese Frage testet die Selbstreflexionsfähigkeit und Bescheidenheit der Bewerber*innen. Manche werden behaupten, sie hätten nur eine Schwäche oder arbeiten an all ihren Schwächen – anstatt ehrlich zu reflektieren und zu priorisieren, woran sie noch arbeiten müssen.

5. Was glaubst du, werden wir in der Nachbesprechung des Interviews über dich sagen?

Eine gute Frage für den Abschluss des Interviews, die zeigt, ob die Bewerber offen und selbstkritisch über sich sprechen können.

6. Erzähle mir von einer Situation, in der du einfach keine Lösung gefunden hast. Wie war das? War der Weg rückwirkend betrachtet besser/schneller/einfacher?

Geschichten von Misserfolg sind mindestens genauso spannend wie Geschichten von Erfolg. Lernt der Bewerber aus Fehlern? Ist er kritikfähig und kann Fehler zugeben?

7. Wann bist du einmal vor einem wirklich schwierigen Problem gestanden, das du irgendwie lösen musstest? Wie bist du es angegangen?

Mit dieser Frage können Sie herausfinden, welche Problemstellungen der Kandidat als schwierig einstuft. Danach können Sie weitergehen und nach den Lösungsansätzen fragen und mit Ihren Vorstellungen abgleichen. Sind Sie auf der Suche nach jemandem der Probleme grundsätzlich im Team löst, ist ein Kandidat, der Lösungen im Alleingang findet eher nicht die richtige Wahl.

8. Was sind die 5 Dinge, über die du in deiner zukünftigen Position auf keinen Fall verhandeln wirst?

Auch wenn Sie wahrscheinlich nicht alle 5 Wünsche des Bewerbers erfüllen können, hilft Ihnen die Frage dabei, gemeinsam auf einen grünen Zweig zu kommen und ausgewogene Verhältnisse herzustellen.

9. Erzähl mir von einer Situation in der du die Regeln gebrochen hast. Warum?

Manchmal braucht es viele Umwege für die Lösung eines Problems. Regeln und interne Vorgaben sind da eher Hindernis als Hilfestellung. Kann der Bewerber Regeln und Vorgaben so adaptieren, dass sie zur Lösungsfindung beitragen?

10. Hast du jemals an einem Projekt gearbeitet, bei dem das Ziel nicht klar formuliert war?

Mit dieser Frage kann der Bewerber zeigen, wie er in unklaren Situationen agiert und wie seine Problemlösungsfähigkeit davon beeinflusst wird. Braucht er eine klar strukturierte Aufgabe oder Raum für Kreativität?

Von LMG/Heidrun Meder