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Aktuelles Willkommen daheim: Martin Winkler aus Torgau
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22:01 02.06.2019
Martin Winkler schaut durch die Streben eines Trägers für den Betonverteiler der Fertigungsanlage. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
Eilenburg

Es war für Martin Winkler eine Chance, sich beruflich weiterzuentwickeln. Er zögerte nicht lange und verließ die Heimat in Torgau, zog nach Stuttgart. Der gelernte Kfz-Mechatroniker blieb sieben Jahre im Schwabenland, besuchte neben dem Job eine Abendschule, um sich weiter fortzubilden zum technischen Betriebswirt. Er lernte Freunde kennen und seine Kollegen zu schätzen, aber der Gedanke, irgendwann zurück nach Nordsachsen zu ziehen, war immer im Hinterkopf. „Es ist einfach nicht deine Heimat. Irgendwie stand es für mich immer fest, dass ich wohl nicht ewig bleiben werde“, sagt Winkler. Seit Dezember ist der 36-Jährige zurück, lebt in Torgau, wo er früher die Schule besuchte und arbeitet bei Ebawe Anlagentechnik in Eilenburg.

Viele Faktoren kamen dabei für den Projektplaner zusammen. „Die Großstadt ist nichts für mich. Millionen von Menschen auf einem Fleck und es war schwer seine Ruhe zu bekommen und abzuschalten“, weiß Winkler jetzt. Auch die große Distanz zu Freunden und Familie in der Heimat störte ihn. „Das Pendeln ist nervig. Allein durch die Fahrt geht das halbe Wochenende verloren.“ Dennoch sei es richtig und wichtig gewesen, nach Stuttgart zu gehen und zeitlich passte die Rückkehr nun perfekt. „Ich habe alle Schulen abgeschlossen und war wieder bereit für etwas Neues.“

Das hat er in seiner Arbeit gefunden. Für ihn sei immer klar gewesen, dass er nicht ausschließlich in der Werkstatt oder im Büro arbeiten wollte. Der Posten im Projektmanagement kombiniert die Aufgabenbereiche des Komplettanbieters für Betonfertigungsindustrie, der derzeit in vielen Bereichen nach Fachkräften und Rückkehrern wie Winkler sucht. „Vom Wunsch bis zur Fertigstellung betreuen wir unsere Kunden. Teilweise unterstützen wir die Montage oder sind für Absprachen vor Ort“, so Winkler. Vor Kurzem hatte es ihn deshalb in die Niederlande verschlagen, eine Dienstreise nach Thailand zu einem Großkunden steht wohl in nächster Zeit an. „Jedes Projekt ist anders und das macht die Arbeit sehr interessant“, sagt der Rückkehrer .

Von Tilman Kortenhaus

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