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Aktuelles Willkommen daheim: Melanie Doan aus Waldheim
Mehr Studium & Beruf Aktuelles Willkommen daheim: Melanie Doan aus Waldheim
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22:03 31.05.2019
Melanie Doan fand nach Jahren in der Ferne auch in ihrer Heimat Waldheim wieder eine berufliche Perspektive. Quelle: Sven Bartsch
Waldheim

Ich würde nie wieder weggehen“, sagte Melanie Doan. Die heute 36-Jährige zog für ihre zweite Ausbildung vom sächsischen Waldheim nach München und kam nach sechs Jahren zurück. Heute möchte sie nicht mehr aus ihrer Heimat weg.

Als Doan 16 war, begann sie im sächsischen Waldheim ihre Ausbildung zur Bürokauffrau. Drei Jahre später bemühte sie sich um eine feste Stelle, jedoch vergeblich. „Manchmal kamen meine Bewerbungen nur mit einer Notiz zurück. Darauf stand, dass sie gerade nicht suchen. Das war wirklich frustrierend“, erzählte sie. 140 Bewerbungen schickte sie an etliche Betriebe und Unternehmen.

Ihr Freund Martin war nach München gezogen, um seine Ausbildung als Fliesenleger zu absolvieren. Er animierte sie dazu, auch nach München zu kommen. Sie bewarb sich, aber nicht etwa als Bürokauffrau, sondern als Altenpflegerin. „Ich bemerkte schon während der Ausbildung, dass der Beruf nicht das Richtige für mich ist, deshalb wagte ich den Schritt“, erzählte sie. Wo es am Anfang nur Absagen hagelte, erhielt sie plötzlich ausschließlich Zusagen aus München. So begann Melanie Doan ihre zweite Ausbildung zur Altenpflegerin.

2011 kam Doans Sohn auf die Welt. Die heute 36-Jährige suchte nach einem Jahr Elternzeit einen Kitaplatz für den Kleinen. In einer Großstadt wie München wurde das zu einer Tortour. „Überall lehnte man uns ab, es gab keine Plätze“, sagte sie. Mittlerweile hatte sie ihre Ausbildung abgeschlossen und bereits zwei Jahre Berufserfahrung hinter sich.

Die Kosten der kleinen Familie stiegen, als sie gezwungen waren, den Sohn in einer privaten Kita anzumelden. „Sobald er im Schuleintrittsalter war, wollten wir sowieso zurückkommen“, erzählte die Altenpflegerin. Der heute Achtjährige sollte so aufwachsen wie seine Eltern, so der Wunsch von Doan und ihrem Mann. In weiser Voraussicht hatte sie schon einen Platz für ihren Sohn in einem Kindergarten in der Heimat gesichert.

Nach sechs Jahren in München kam Melanie Doan zunächst alleine mit ihrem kleinen Sohn zurück. Ihr Mann war selbstständig und folgte ihnen nach über einem Jahr. Eine Stelle als Altenpflegerin bekam Doan sehr schnell. Der Fachkräftemangel war hoch, daher konnte Doan, seitdem sie wieder in Waldheim lebte in ihrem Wunschberuf arbeiten.

Heute vermisst die Waldheimerin München kein bisschen. „Ich hatte damals schon Heimweh. An jedem freien Wochenende und im Urlaub fuhr ich zurück.“ Die Großstadt sei anstrengend und teuer gewesen und ihre Wurzeln hatte sie in Waldheim.

Von Nicole Grziwa

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