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Aktuelles Willkommen daheim: Nico Wogawa aus Laas
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06:00 07.06.2019
Nico Wogawa zog mit Frau und Kindern zurück in die Heimat. Quelle: Kerstin Engel
Liebschützberg

Zurück in die Heimat kehrte vor wenigen Monaten der 42-jährige Nico Wogawa mit seiner ganzen Familie. Im April 2000 zog es den Mann aus Laas in die Ferne. In München hatte er die Möglichkeit, seinen Traum, im Sicherheitsbereich zu arbeiten, zu verwirklichen. Die Firma bildete ihn im Bereich Personenschutz aus. Als die Chefs jedoch das Unternehmen ins Ausland verlagerten, stand Wogawa vor der Frage: Was nun?

„Immer wieder riefen mich ehemalige Kunden mit der Bitte an, weit für sie tätig zu sein. Das war für mich das Sprungbrett in die Selbstständigkeit. 2003 hatte ich eine Praktikantin. 2013 waren es 70 Mitarbeiter.“ Seine Frau arbeitete im Krankenhaus im OP. Nach Feierabend dann für die Firma ihres Mannes, der selbst oft erst spät nach Hause kam. Es war zeitlich schwer, ein Familienleben aufzubauen. Die drei Kinder brauchten ebenfalls jede Menge Aufmerksamkeit. „Die Selbstständigkeit ist gut und schön. Doch wir mussten uns etwas einfallen lassen. Wir drückten uns gegenseitig nur noch die Klinke in die Hand.“

Bereits da entstand der Wunsch, von Bayern weg und zurück in die alte Heimat zu ziehen. Und das, obwohl sie bereits ein Haus gebaut hatten. So wurden nach reichlicher Überlegung die Zelte in Bayern abgebrochen. In ihrem Haus lebten sie in 350 Quadratmeter. Jetzt quetscht sich die fünfköpfige Familie in eine 75-Quadratmeter-Wohnung. Ihre Sachen wurden bei den Eltern und Schwiegereltern untergebracht.

„Ein neues Leben aufbauen bedeutet gleichzeitig, auch erst einmal wieder ganz klein anzufangen. Doch es lohnt sich“, betont der 42-Jährige. Wieder so eng mit der Familie verbunden zu sein, die zuvor in so weiter Entfernung lebte, sei ein wahrer Schatz. Großeltern und Urgroßeltern können sehen, wie die Enkel und Urenkel aufwachsen, regelmäßig Zeit mit ihnen verbringen. Die Kinder haben sich schon ganz in der neuen Schule und Kita eingelebt.

Auch beruflich ist die Familie auf dem besten Weg. Nadine Wogawa fand schnell eine Anstellung im Krankenhaus in Riesa. Nico Wogawa ist noch weiter zurück zu seinen Wurzeln gegangen. Denn der gelernte Straßenbauer arbeitet nun beim Bauunternehmen ADW in Gaunitz. Er genießt es, wieder Kontakt mit den Kollegen und feste Arbeitszeiten zu haben. Ein Grundstück ist auch bereits gekauft. Wenn alles gut geht, kann schon im Juni dieses Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Wir sind froh über unsere Entscheidung und bereuen sie auch nicht. Nun freuen wir uns auf unser neues Leben in der alten Heimat“, erklärt Familie Wogawa.

Von Kristin Engel

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