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Aktuelles Willkommen daheim: Personalerin Constanze Rykovskij aus Leipzig
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22:00 03.06.2019
Constanze Rykovskij lebt heute in Lausen in der Nähe des Kulkwitzer Sees. Quelle: André Kempner
Leipzig

Kann Leipzig mit der glitzernden Bankenmetropole Frankfurt mithalten? „Das beleuchtete Stadtbild sieht schon toll aus“, schwärmt Constanze Rykovskij über die Skyline am Main. „Aber Leipzig hat die schönere Innenstadt, alles ist auf einem Fleck.“ Rund zehn Jahre hat die 48-Jährige bei der Dresdner Bank – heute Commerzbank – in Frankfurt gearbeitet. 2010 kehrt die gebürtige Schleußigerin an die Pleiße zurück.

Ursprünglich wollte Rykovskij Russisch und Latein unterrichten, heute unterrichtet sie Manager. Als Leiterin der Personalberatung der Sparkasse Leipzig berät sie Führungskräfte bei der Mitarbeitersuche oder im Controlling. Das „typische Wendekind“ findet nach dem Abi 1989 erst über ein Lehramtsstudium in die Finanzbranche. Während eines Auslandsaufenthalts Anfang der 90er-Jahre im russischen Woronesh lernt sie ihren späteren Mann Sergej kennen und ihr Berufswunsch ändert sich. „Damals hieß es auch von den Eltern: Mach was Vernünftiges, mach eine Ausbildung“.

Nach einer Lehre bei der Dresdner Bank in Leipzig steigt sie ins Personalmanagement ein. Um die Jahrtausendwende wird ihr die Ausbildungsleitung in der Frankfurter Zentrale angeboten. Zudem soll sie mithelfen, die Fusion der Riesen Commerzbank und Dresdner Bank voranzutreiben. „Mit der neuen Philosophie konnte ich mich aber nicht identifizieren“ sagt Rykovskij über die Bankenhochzeit 2009, durch die Tausende Mitarbeiter ihren Job verlieren. Die Führungskraft sieht sich nach anderen Stellen um und landet den „absoluten Glückstreffer“ mit dem Angebot aus Leipzig – „Die Stadt ist ja nicht unbedingt als Bankenstandort bekannt.“

Mit der Einschulung des 2004 geborenen Sohns Viktor lässt sich die Rückkehr bestens verknüpfen. Die junge Familie zieht nach Lausen in die Nähe des Kulkwitzer Sees. Die Gehaltseinbußen werden durch eine höhere berufliche Position ausgeglichen. Rykovskij genießt es, wieder in der Messestadt zu leben. „Leipzig hat sich unglaublich entwickelt: Vom Stadtbild, von der Kultur.“ Nur eines vermisst sie aus ihrer Zeit in Frankfurt: „Leipzig hat keine Berge in der Nähe.“

Von Maximilian König

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